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"Freiheit durch Emanzipation"

Interview mit Maren Jasper-Winter
Maren Jasper-Winter
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Frauen müssen mehr an sich glauben. Dazu braucht es Vorbilder. Frauen, die zeigen, dass eine erfolgreiche Karriere nicht vom Geschlecht abhängt. Sondern vom eigenen Willen.

Eine Frau, die genau das vorweisen kann, ist Maren Jasper-Winter. Am 30. März im westfälischen Münster geboren, war sie nach ihrem Jura-Studium unter anderem als Anwältin für Bayer und Vattenfall tätig.

Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren 2 Kindern lebt die Vollzeit-Politikerin heute in Berlin Mitte und zeigt eindrucksvoll, wie man Karriere und Familie unter einen Hut bringen kann.

Damit auch andere Frauen sich von ihrer Energie anstecken lassen, engagiert sich Maren Jasper-Winter seit Oktober 2017 als Sprecherin für berufliche Bildung und frauenpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus. Seit diesem Zeitpunkt ist Jasper-Winter Mitglied im Ausschuss für Bildung, Jugend und Familie und im Ausschuss für bürgerschaftliches Engagement und Partizipation.

Ihr Wahlkreisbüro hat Maren Jasper-Winter in einem Coworking-Space. Denn hier treffen Mut und Moderne direkt aufeinander. Mehr über Maren Jasper-Winter erfahrt Ihr in unserem Live-Video am 27. September um 14 Uhr auf Instagram. Vorab hat sie uns schon mal ein paar Fragen beantwortet.

 

1. Was war das Wichtigste, das du gelernt hast?

Mit ganz unterschiedlichen Menschen kommunizieren zu können und Interessen auszugleichen. Diese Fähigkeiten brauche ich als Rechtsanwältin und auch in der Politik.

2. Was ist dein Schlüssel zum Erfolg?

Unerlässlich ist aus meiner Sicht eine gewisse Unabhängigkeit. Je weniger äußere Zwänge meine Optionen einschränken, umso freier kann ich Entscheidungen treffen. Das ist eine urliberale Geisteshaltung. Für mich war immer klar, dass ich neben dem politischen Engagement unbedingt mein Studium abschließe. Mandate werden nur auf Zeit verliehen und deswegen finde ich diese Souveränität so wichtig. Dazu kommen Faktoren wie Beharrlichkeit einerseits und andererseits die geistige Flexibilität, sich auf neue Situationen einzustellen.

3. Wie viel Mut braucht Karriere machen?

Wenn Karriere heißt, vorwärts  zu kommen, dann würde ich sagen, dass es jeweils zur Hälfte Mut und Unterstützung vom Partner braucht. Wenn wir uns beispielsweise die Familienarbeit nicht gleichberechtigt aufteilen würden, könnte ich viele Abendtermine nicht wahrnehmen. Die sind aber für die politische Arbeit unerlässlich - sowohl im Ehrenamt als auch im Hauptamt.

4. Was war der Grund für deinen Karrierewunsch?

Es geht um Selbstbestimmung und die Idee, etwas gestalten zu wollen. Das galt gleichermaßen sowohl für meine juristische Karriere in der Wissenschaft und später im Unternehmen als auch jetzt für meine Arbeit als Abgeordnete und für mein ganzes politisches Engagement insgesamt. Ich möchte für Probleme beste Lösungen finden und mit anderen an der Umsetzung arbeiten.

5. Was ist dein Rat an alle Frauen, die mehr erreichen wollen?

Ohne einen gesunden Grundoptimismus ist alles etwas schwerer. Die Probleme werden durch Optimismus zwar nicht kleiner, aber die Einstellung hilft, bei Misserfolgen einen zweiten oder sogar dritten Anlauf zu nehmen. Frauen sollten sich nicht so leicht entmutigen lassen, wenn es beim ersten Mal nicht geklappt hat. Ein kurzes Tief ist nur menschlich und völlig okay, aber am Ende geht’s weiter. Manchmal verändern sich plötzlich die Rahmenbedingungen oder man entdeckt mithilfe eines Perspektivwechsels ganz neue Möglichkeiten. Optimismus ist also das  Vertrauen darin, dass die Welt am nächsten Tag anders aussehen kann.