Faktor 3: Infrastruktur – für eine mobile Gesellschaft

Nachricht18.07.2017
istock/DKart
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Zustand

Der Zustand unserer Straßen, Schienen und Wasserwege ist bedenklich. Brücken werden unpassierbar, halb Deutschland steht jeden Tag im Stau. Jährlich fehlen Milliardenbeträge für den Erhalt und Ausbau. Hinzu kommt: Die Bundesrepublik ächzt unter der Energiewende. Zwar ist es in kurzer Zeit gelungen, einen hohen Teil des deutschen Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien zu decken. Doch der Preis dafür ist hoch. Allein 2017 tragen die Stromverbraucher 25 Milliarden Euro Mehrkosten. Ein weiteres Problemfeld ist der zu langsame Ausbau der Breitbandnetze. Statt Glasfaser dominiert in Deutschland noch immer das langsame Kupferkabel. Auch bei den schnellen 5G-Mobilnetzen liegt die Bundesrepublik zurück. Große Infrastrukturprojekte scheitern häufig an schlechter Planung, chaotischer Ausführung und Bürgern, die sich übergangen fühlen.
 

Zukunft

Ohne moderne Infrastruktur ist Wirtschaftswachstum nicht denkbar. Die schnelle Bewegung von Gütern, Energie und Daten ist Voraussetzung für unseren Wohlstand. Höhere und besser geplante Investitionen in die Infrastruktur helfen, unsere Verkehrswege rasch zu sanieren. Die neue Klima- und Energiepolitik vertraut wieder auf Wettbewerb und Marktwirtschaft statt auf staatliche Eingriffe. Die Folge: Energie wird klimafreundlich und kostengünstig erzeugt. Der Staat fördert den Breitbandausbau, indem er mehr Wettbewerb zwischen den Netzbetreibern zulässt, seine Fördermittel effektiver einsetzt und sicherstellt, dass private Investitionen schneller umgesetzt werden.
Bei Großprojekten erhalten Bürger schon frühzeitig die Chance, sich zu beteiligen. Dies vermeidet Bauverzögerungen und öffentlichen Streit.