Umfrage

Die Hälfte der Eltern befürwortet ein flexibles Ferienmodell

Das belegt eine neue Umfrage der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Nachricht20.08.2018
Vater und Sohn am Flughafen
Entspannt in die Ferien starten, kein Stress am Flughafen – ein Traum für alle FamilienAleksandarNakic / E+ / Getty Images Plus

Nach sechs Wochen Sommerferien beginnt heute in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schlesweig Holstein wieder die Schule. Damit geht die schönste Familienzeit zu Ende – doch die Ferien können manchmal auch zur nervlichen Zerreißprobe werden. Wenn sie in mehreren Bundesländern gleichzeitig beginnen und enden, heißt es für Familien stundenlang im Stau stehen, überteuerte Preise für Hotels oder Kampf um den Urlaubsplan mit den Kollegen.

Aber was wäre, wenn die Eltern die Lage der Ferienzeit mitbestimmen könnten? Welche Vorteile würden sich daraus ergeben? Das wollte die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit wissen und hat beim Meinungsforschungsinstitut YouGov eine Umfrage in Auftrag gegeben.*

Eltern wollen Einfluss auf die Ferien nehmen

Die Ergebnisse zeigen: Die Hälfte der Befragten (50%) hätte gern Einfluss auf Beginn und Ende längerer Schulferien (Ostern, Sommer, Herbst und Winter). Die Vorteile, die sich die Eltern davon versprechen, sind eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf (73%), dass der Urlaub günstiger wird (64%) und dass es weniger Stau bei der Anreise gibt (44%).

Grafik Ferien

Für 59% der Befragten käme deshalb ein flexibles Ferienmodell in Frage: Zu Beginn und zum Ende längerer Schulferien gibt es eine flexible Phase von je einer Woche. Das heißt, Kinder können eher in die Ferien starten, würden aber keine prüfungsrelevanten Inhalte verpassen, da in dieser flexiblen Phase nur Projekte stattfänden. Die flexible Phase gilt für ein Schuljahr. Dies bedeutet konkret, wenn das Kind beispielsweise bereits eher in die Osterferien geht, kann es die flexible Phase für die Sommerferien nicht komplett ausschöpfen, es gilt demnach eine Mindestanwesenheitspflicht

Die repräsentative Umfrage zeigt, dass Eltern gern Einfluss auf die Ferien nehmen würden, um eine bessere Vereinbarkeit verschiedener Aspekte zu gewährleisten. Ein flexibleres Modell als das starre jetzige wird deutlich befürwortet. Die Idee findet Anklang: BILD.de hat bereits groß über die Ergebnisse unserer Umfrage berichtet. 

*Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 1016 Personen, die mindestens ein Kind im schulpflichtigen Alter von 6 bis 15 Jahren habe, in allen Bundesländern (Verteilung proportional zu Bevölkerung) zwischen dem 3. - 8. August 2018  teilnahmen.