Der Mindestlohn kommt - ein Kommentar

02.07.2014

Der Mindestlohn kommt. Der Bundestag hat heute über das Tarifautonomiestärkungsgesetz nach namentlicher Debatte abgestimmt. Das Gesetz soll die Grundlagen für die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro schaffen.

Bevor die Folgen des Mindestlohns aber nicht unmittelbar zu Tage träten, werde die Popularität des Mindestlohns in der Öffentlichkeit wohl auch keinen großen Schaden nehmen, kommentiert Steffen Hentrich, Referent im Liberalen Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, das heute im Bundestag verabschiedete Gesetz.

Zu hoch sei die Symbolkraft dieses vermeintlichen Sozialausgleichs zu Lasten der Unternehmen, dass steigende Preise, Güter und Dienstleistungsimporte aus Niedriglohnländern und die Schwächsten am Arbeitsmarkt eine breitere Opposition gegen die Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung wecken könnten.

Zum Glück betreffe die Mehrheit der deutschen Beschäftigten das Gesetz zunächst aber nicht unmittelbar, so Hentrich. Ohne gravierende Folgen für den Arbeitsmarkt dürfte die schleichende Aushöhlung der Tarifautonomie nach Auffassung des Arbeitsmarkt-Experten aber langfristig nicht bleiben.

#Mindestlohn kostet Firmen 10 Mrd.€, aber man kann natürlich trotzdem glauben, dass er keine Jobs vernichtet... http://t.co/0QuDyoGFTw

— Dr. Volker Wissing (@Wissing) 1. Juli 2014
Die jetzt beschlossenen Ausnahmen deuteten auf jeden Fall darauf hin, welche Probleme für Arbeitnehmer, Unternehmen und auch Verbraucher bald zur Regel würden.

>>Steffen Hentrich ist Experte für Arbeitsmarktpolitik des Liberalen Instituts der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Infomieren Sie sich hier, was Mindestlöhne für Beschäftigte und Unternehmer bedeuten.

Liberales Institut