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Thomas Clausen

Referent für Bildung und Forschung

Kurzbiografie

Thomas Clausen ist Referent für Bildung und Forschung am Liberalen Institut der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Seine besonderen Interessensgebiete sind Digitalisierung, Innovationspolitik und die Zukunft des Lernens. Zurzeit arbeitet er unter anderem an einer Roadmap „Bildung 2030“ mit Reformkonzepten für Bildung von der Kindertagesstätte bis zum lebenslangen Lernen. Für die Stiftung kommentiert er außerdem regelmäßig aktuelle Entwicklungen in der Bildungs- und Wissenschaftspolitik, begleitet wissenschaftliche Gutachten und hält Vorträge im Rahmen des politischen Bildungsprogramms.

Für Clausen steht die Herausbildung von freien und mündigen Persönlichkeiten im Zentrum einer liberalen Bildungspolitik. Schülerinnen und Schülern müssen befähigt werden, ihre jeweiligen Talente zur größtmöglichen Entfaltung zu bringen und dabei die notwendigen Kompetenzen für eine offene, komplexe und vielfältige Zukunft zu erwerben. Nach wie vor aktuell ist Ralf Dahrendorfs Forderung nach einer „intensiven Grundausbildung“, die jeden Menschen dazu befähigt, „von seinen staatsbürgerlichen Rechten und Pflichten wirksamen Gebrauch zu machen.“

Seine wissenschaftliche Ausbildung absolvierte Clausen an der University of Cambridge, wo er seinen Bachelor- und Masterabschluss in Geschichte bzw. Ideengeschichte und politischer Philosophie erwarb. Anschließend arbeitete er unter der Betreuung von Sir Christopher Clark an einer Doktorarbeit über Roland Freisler und dem nationalsozialistischen Zugriff auf das deutsche Rechtssystem. Er war als Gastwissenschaftler am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte tätig und wurde mit Stipendien der Stiftung der deutschen Wirtschaft, der Studienstiftung des deutschen Volkes, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes sowie des Gates Cambridge Trust gefördert. 2014 erhielt er den Quentin-Skinner-Preis der historischen Fakultät für die beste Jahrgangsleistung im Masterprogramm.

Als ausgebildeter Historiker interessiert sich Clausen zudem für die politisch-historische Bildung in Deutschland und die öffentliche Auseinandersetzung („public history“) in Bezug zur nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Seine historische Einordnung von Freislers Promotionsunterlagen ist jüngst unter der Herausgeberschaft von Walter Pauly und Achim Seifert bei Mohr Siebeck erschienen.

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