Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Reichsprogromnacht: Ressentiments provozieren Taten
Der 9. November 1938 markierte den Übergang von der allgegenwärtigen Diskriminierung und Ausgrenzung deutschen Juden hin zur systematischen Verfolgung, die nur wenig später in den Holocaust mündete. Dass heute überhaupt noch 94.000 Juden in Deutschland leben, ist keineswegs selbstverständlich. Umso erschreckender ist es, dass der Antisemitismus erneut bittere Realität in ihrem Alltag geworden ist.