Kambodscha

Bildung, Qualifizierung, Beratung
Ein junger kambodschanischer Besucher des UNESCO Weltkulturerbes Angkor Wat.
Ein junger kambodschanischer Besucher des UNESCO Weltkulturerbes Angkor Wat.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung ist seit den späten 80er Jahren in Kambodscha engagiert, einer Zeit, als Kambodscha von innerstaatlichen Konflikten geplagt war, und am Rande eines Bürgerkrieges stand. Seit den Wahlen von 1993 liegt der Schwerpunkt der Arbeit im Bereich der politischen Bildung und Beratung. 

Die Aktivitäten der Stiftung zielen insbesondere auf die Aus- und Weiterbildung lokaler Politiker, junger Nachwuchskräfte sowie der Vertreter von Menschenrechtsorganisationen und Zivilgesellschaft in den Bereichen Führung, Rechtsstaat, Menschenrechte und lokale Verwaltung. 

Darüber hinaus unterstützt die Stiftung seit Jahren den Konsultationsprozess der Arbeitsgruppe zur Schaffung einer unabhängigen Menschenrechtskommission. Die Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern von Regierung und Zivilgesellschaft, versucht, einen Gesetzentwurf zur Bildung einer unabhängigen Menschenrechts-kommission ins Parlament einzubringen. 

Eines der Programme der Stiftung im Rahmen der politischen Bildung ist das Radioprogramm "Jugend und Freiheit". Die Verbreitung von Informationen über das Radio ist ein effektiver Weg, viele junge Menschen zu erreichen und für politische Themen zu sensibilisieren. Die zahlreichen Anrufe von jungen Hörern, besonders vor und nach den Parlamentswahlen im Juli 2013 und während der Zeit der politischen Spannungen im Jahr 2014, belegen das. Soziale Netzwerke wie Facebook werden zusätzlich genützt, um junge Kambodschaner zu erreichen. 

Zusätzlich wurden seit Ende der 90er Jahre mehr als siebzig junge Kambodschaner zu Fortbildungsseminaren der Internationale Akademie für Führungskräfte der Stiftung geschickt. Deren Alumni haben 2003 einen Verein (IAF Alumni Cambodia) gegründet, der sich regelmäßig trifft, um liberale sowie andere politisch relevante Themen in der kambodschanischen Gesellschaft zu diskutieren. 

Die Zusammenarbeit mit dem Meta House, ein deutsch-kambodschanisches Kulturzentrum, fokussiert auf die Transformation liberaler Ideen in Form von Kunstwerken, Dokumentarfilmproduktionen und Fotosaustellungen, wie z.B. das Projekt „Kambodscha (1975-2015) - vom Kommunismus zur freien Marktwirtschaft“, das auch kritisch hinterfragen soll, wie Freiheit, trotz vermeintlicher Demokratie, in Kambodscha zunehmend beschnitten wird. 

Die Stiftung weltweit