06.08.2013 - Liberale Stichtage: Geburtstag von Moritz Klotz

23.07.2013

Für die personelle Kontinuität zwischen der Bewegung von 1848 und dem Liberalismus der Reichsgründungszeit steht der Berliner Gerichtsrat Moritz Klotz: Der gebürtige Potsdamer wurde nach entsprechendem Studium 1840 Gerichtsassessor in der preußischen Hauptstadt und 1848 in Neuruppin zum stellvertretenden Abgeordneten in die Preußische Nationalversammlung gewählt.

Seit 1860 gehörte er dem preußischen Abgeordnetenhaus an, wo er seinen Platz zunächst in der gemäßigt liberalen Fraktion Vincke (vgl. Liberaler Stichtag ) fand, dann aber zum „entschiedenen Liberalismus“ der Fortschrittspartei (vgl. Liberaler Stichtag ) überwechselte. Diese vertrat Klotz in den drei folgenden Jahrzehnten sowohl im preußischen Landtag als auch ab 1871 im Reichstag.

Sein Mandat dort holte er dabei in verschiedenen Berliner Wahlkreisen, darunter 1881 als letzter Liberaler im Wahlkreis Berlin 6, dem schon damals stark industrialisierten Nordosten der Reichshauptstadt, der darauf zu einer Hochburg der Arbeiterbewegung wurde.

Letztmalig in den Reichstag gewählt wurde Klotz, der in der Führung der Fortschrittspartei und der Deutsch-Freisinnigen Partei (vgl. Liberaler Stichtag ) eine gewichtige Rolle spielte, bei der für den Linksliberalismus schwierigen Wahl von 1887 im zentralen Wahlkreis Berlin 1, der bis 1918 von den Liberalen gehalten werden konnte. Klotz verstarb 1892 in Berlin.

Moritz Klotz in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten
Moritz Klotz zum Antisemitismus
Moritz Klotz in

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