Wer wird Autor der Freiheit des Monats? Hier stellen wir Ihnen drei Veröffentlichungen des Vormonats vor, die sich mit den Themen Freiheit und Liberalismus beschäftigen. Sie entscheiden per Abstimmung, welchen der Beiträge Sie für den wertvollsten halten. Wer die meisten Stimmen erhält, wird Autor der Freiheit für den betreffenden Monat. Am Jahresende (erstmals Ende 2009) können Sie aus den Monatssiegern den Autor der Freiheit des Jahres wählen. Und hier sind die Vorschläge für den Monat Mai 2009:
Beitrag 1:
Zum 60. Geburtstag der Bundesrepublik: viel Lob und ein Ratschlag
von Roger Köppel
Roger Köppel würdigt in der „Weltwoche“ die Bundesrepublik Deutschland zu ihrem runden Geburtstag. „Der halbierte Schrumpfstaat, der aus Not auf Prachtentfaltung verzichtete“, schreibt Köppel, „erwies sich als Erfolgsmodell. Mit einer beeindruckenden Energie und mit bemerkenswerter Leidensfähigkeit schufteten und krampften sich die Deutschen zurück an die Weltspitze.“ Allerdings meint der Autor zum Modell Deutschland: „Das Problem liegt darin, dass sich niemand an den Umbau herantraut.“ Er wünscht sich ein Deutschland, „liberal, stark in Wirtschaft und Wissenschaft, zurückhaltend bis abstinent, was das politische Eigengewicht in der Welt betrifft.“
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Beitrag 2:
TV-Kritik: Servicewüste Deutschland - Böse Moderne!
von David Harnasch
„Der SWR deckt einen handfesten Skandal auf: Geizige Unternehmen und Behörden lassen ihre Kunden einen Teil der Arbeit erledigen! Wegen Ikea und Geldautomaten gibt es praktisch keinen Service mehr und auch der einst so prestigeträchtige wie sinnvolle Beruf des Straßenbahnschaffners ist ausgestorben - es geht bergab mit Deutschland!“ David Harnaschs TV-Kritiken sorgen bereits für viel Aufmerksamkeit im Internet. In dieser Folge greift er einen merkwürdig-nostalgisch anmutenden Filmbeitrag auf und zerlegt ihn nach allen Regeln der Kunst:
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Beitrag 3:
Bescheidenheit statt Gier ist kein Ausweg
von Gerhard Schulze
„Viele Menschen begreifen einfach nicht, wie Wirtschaft funktioniert.“ Mit dieser Einleitung provoziert Gerhard Schulze, Soziologe an der Universität Bamberg, gleich zu Beginn seines Beitrags für die „Welt“. Die menschliche Gier habe uns in die Krise gestürzt – nun sollten wir weniger konsumieren und bescheidener leben? „Dahinter“, so der Autor, „steckt eine Milchmädchenrechnung.“ Die Diagnose „Gier“ lasse sich auch als „ein entlastender moralischer Pathologisierungsreflex verstehen. Doch anders als in der Psychosomatik gibt es in der Ökonomie keinen Placeboeffekt.“
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