07.12.2009: Profilierter Ordnungspolitiker und Verfechter der Menschenrechte – Trauer um Otto Graf Lambsdorff
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit trauert um Otto Graf Lambsdorff, den früheren Vorsitzenden ihres Vorstands und ihres Kuratoriums. Lambsdorffs Nachfolger an der Spitze der Stiftung, Dr. Wolfgang Gerhardt MdB, und Professor Dr. Jürgen Morlok, Vorsitzender des Kuratoriums, erklären:„Der Tod von Otto Graf Lambsdorff erfüllt uns mit großer Trauer. Deutschland verliert mit ihm einen seiner profiliertesten Ordnungspolitiker, aber auch einen leidenschaftlichen Verfechter der Menschenrechte. Beides gehört zu den Kernbotschaften des politischen Liberalismus. Das hat Graf Lambsdorff auch und gerade in seiner Zeit als Vorsitzender des Kuratoriums und des Vorstands der Stiftung gezeigt. Mit seinem Namen verbunden bleiben vor allem das Engagement für die Rechte des tibetischen Volkes sowie die Akzente, die die Stiftung in der Föderalismusdebatte gesetzt hat.
Nach Lord Ralf Dahrendorf verlieren wir mit Graf Lambsdorff innerhalb eines halben Jahres die zweite Persönlichkeit, die der Arbeit unserer Stiftung hohes Ansehen und intellektuelle Strahlkraft verliehen hat. Sein enormer Sachverstand, seine rhetorische Überzeugungskraft und sein gradliniger Politikstil bleiben unvergessen.“
Otto Graf Lambsdorff, Ehrenvorsitzender der FDP seit 1993, war am vergangenen Samstag kurz vor Vollendung des 83. Lebensjahrs in einem Bonner Krankenhaus gestorben. Von 1995 bis 2006 war er Vorsitzender des Vorstands der Stiftung für die Freiheit. Dem Kuratorium stand er von 1976 bis 1979 vor.
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