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Jetzt abstimmen: "Autor der Freiheit" im März gesucht

Drei lesenswerte Beiträge von Urs W. Schoettli, Carlos A. Gebauer und Gunnar Heinsohn stehen in diesem Monat zur Abstimmung. Schoettli rechnet mit Vorurteilen gegenüber der Marktwirtschaft ab, Gebauer mit Globalisierungsträumern und Heinsohn mit Armutsbekämpfung durch Geld.

 

"Die Marktwirtschaft floriert nicht in den Chefetagen von Konzernen, und ihre Verteidiger sind weder Friedrich August von Hayek noch die Mont Pélerin Society", schreibt Urs W. Schöttli, Korrespondent der Neuen Züricher Zeitung in seinem Essay "Die Marktwirtschaft floriert in den Slums". Die Marktwirtschaft sei viel älter als Adam Smith, "und sie ist seit Urzeiten ein Anliegen der Armen und Ärmsten."

 

Der Carl Hanser Verlag hat unter dem Titel „Global Impact – Der Neue Weg zur globalen Verantwortung“ das Buch eines dreiköpfigen Autorenkollektivs aus Franz Josef Radermacher, Marianne Obermüller und Peter Spiegel vorgelegt, das, so Carlos A. Gebauer, "in der Debatte um die Globalisierung nicht übersehen werden darf. Denn die Verfasser versprechen nicht weniger als 'die absolut realistische Gestaltbarkeit atemberaubender Entwicklungsoptionen für jeden einzelnen Menschen dieses Planeten'." "Global Impact – Der Neue Weg zur globalen Verantwortung: Fairbrecher am globalen Werk" heißt der Aufsatz von Carlos A. Gebauer. Gebauers detaillierter Verriss dieses Buches, das ein Paradies (ohne Freiheit) auf Erden verspricht, regt abwechselnd zum Lachen und zum Weinen an.

 

In der flammenden Sozialstaatsdebatte erinnert Gunnar Heinsohn schließlich an den allseits beliebten Bill Clinton und dessen Maßnahmen gegen eine schnell zunehmende Jugend, die nicht ausbildungsfähig ist und ihre zahlenden Mitbürger mit Gewalt bedroht. 1997 kürzt er körperlich gesunden Amerikanern den bis dahin lebenslangen Rechtsanspruch auf Sozialhilfe auf fünf Jahre. Diese Entscheidung wurde flankiert durch Trainingsprogramme für Mütter und Tagesstätten für ihren Nachwuchs. "Entscheidend aber", so Heinsohn in seinem WELT-Beitrag "Wie man mit viel Geld Armut vermehrt", wirke die Obergrenze von fünf Jahren. Es passiere etwas scheinbar Widersinniges: "Obwohl Amerika seine Ausgaben gegen Armut herunterfährt, nimmt die Zahl der Armen nicht etwa zu, sondern ab."

 

Wählen Sie den "Autor der Freiheit" im Monat März 2010

letzte Änderung: 12.03.2010


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