Gérard Bökenkamp zum "Autor der Freiheit 2009" gewählt
Gérard Bökenkamp ist von den Lesern von www.freiheit.org zum "Autor der Freiheit 2009" gewählt worden. Bökenkamp verwies Vince Ebert und Roger Köppel auf die Plätze 2 und 3. Der Text des Berliners trägt den Titel "Ökonomische Gesetze: Der Markt ist unbezwingbar".

Gérard Bökenkamp
"Selbst nach der Apokalypse gäbe es Angebot und Nachfrage" ist die These des Autors, der seinen Beitrag bei ef-online veröffentlicht und damit die Wahl zum Autor der Freiheit im April 2009 gewonnen hatte. "Die Marktgesetze sind grundsätzlich nicht gut oder schlecht, sondern sie sind einfach da", führt Bökenkamp aus. "Auch in der Sowjetunion und der Volksrepublik China unter Mao wirkten die Marktgesetze." Man könne das Gesetz von Angebot und Nachfrage ebensowenig abschaffen wie die Schwerkraft, es handele sich quasi um ein Naturgesetz.
Besonders erfreut über die Auszeichnung zeigte sich Detmar Doering, Leiter des Liberalen Instituts der Stiftung für die Freiheit. Bökenkamp ist inzwischen Referent des Instituts, war dies zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aber noch nicht, weshalb es keine Bedenken gegen seine Teilnahme gab.
Auf dem zweiten Platz landete Vince Ebert ("Achse des Guten", Monatssieger Februar 2009). Der Kabarettist setzte sich humorvoll mit dem Begriff Neoliberalismus auseinander und bewies, dass er zu den wenigen gehört, die überhaupt wissen, was Neoliberalismus ist. "Selbst der neoliberalste Großkonzern hat weit weniger Macht über mich, als ein einziger kleiner Beamter, der selbstherrlich entscheidet darf, ob mein Auto eine Feinstaubplakette bekommt", schreibt Ebert, der sich selbst als "lustigsten Physiker Deutschlands" bezeichnet und mit seinem Buch "Denken Sie selbst! Sonst tun es andere für Sie" beachtliche Erfolge feiert.
Roger Köppel schließlich, Dritter bei der Wahl zum "Autor der Freiheit 2009", würdigte in der "Weltwoche" die Bundesrepublik Deutschland zu ihrem runden Geburtstag und gewann damit die Wahl im Mai. "Der halbierte Schrumpfstaat, der aus Not auf Prachtentfaltung verzichtete", schreibt Köppel, "erwies sich als Erfolgsmodell. Mit einer beeindruckenden Energie und mit bemerkenswerter Leidensfähigkeit schufteten und krampften sich die Deutschen zurück an die Weltspitze." Allerdings meint der Autor zum Modell Deutschland: "Das Problem liegt darin, dass sich niemand an den Umbau herantraut." Er wünscht sich ein Deutschland, 2liberal, stark in Wirtschaft und Wissenschaft, zurückhaltend bis abstinent, was das politische Eigengewicht in der Welt betrifft."
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit für die Wahl zum "Autor der Freiheit" seit Januar 2009 monatlich auf ihrer Webseite www.freiheit.org durch (autoren.freiheit.org). Dabei stehen im Regelfall drei von einer Jury ausgewählte, frei im Internet verfügbare, Beiträge zur Wahl. Mit Gérard Bökenkamp wurde erstmals aus den Monatssiegern ein Jahressieger per Abstimmung gekürt.
Das komplette Abstimmungsergebnis:
19 %
Gérard Bökenkamp: Ökonomische Gesetze: Der Markt ist unbezwingbar
2.
15 %
Vince Ebert: Das böse Wort mit 'N'
3.
11 %
Roger Köppel: Zum 60. Geburtstag der Bundesrepublik: viel Lob und ein Ratschlag
4.
9 %
Carlos A. Gebauer: Sozial- und Wohlfahrtsstaat: Das Gesundheitswesen als Extremfall der Zwangsverwaltung
Zettel: Deutschland im Öko-Würgegriff (17): Jetzt wird der Gesundheitsbereich erobert
6.
8 %
Oliver Marc Hartwich: Im Zweifel für die Freiheit
Peter Sloterdijk: Die Revolution der gebenden Hand
8.
6 %
Thomas Straubhaar: Mehr Adam Smith wagen
Dirk Friedrich: Mit Dynamit gegen die Nächstenliebe
10.
4 %
Norbert Bolz: Die Stärken der Selbstbegrenzung
11.
2 %
Rainer Hank: Jetzt geht es an die Grundregeln des Rechtsstaates
Martin A. Senn: Marktführer Stalin
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