Wie gut ist die deutsche Entwicklungszusammenarbeit?
Eine internationale Expertengruppe der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) hat sich über die Arbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) informiert – bei den Evaluierungsfachleuten der politischen Stiftungen. Alle fünf Jahre evaluiert eine internationale Expertengruppe der OECD die Entwicklungszusammenarbeit ihrer Mitgliedsländer. In diesem Jahr betrifft dies Deutschland, Japan, Großbritannien, Belgien, Portugal und Neuseeland.

Experten der politischen Stiftungen Diese so genannten Peer Reviews ist ein Markenzeichen der 1961 gegründeten OECD. Es geht um die Einschätzung von Regierungspolitiken durch Fachleute anderer Mitgliedsländer, darum, Erfahrungen und gute Beispiele miteinander zu vergleichen und Qualitätsstandards zu setzen, Auf diese Art und Weise werden nicht nur Entwicklungspolitiken der mittlerweile 30 Mitgliedsstaaten untersucht, sondern auch andere Themen wie soziale Sicherungssysteme oder Bildungspolitik. Neben Regierungsvertretern treffen die OECD-Experten auch mit Abgeordneten und Fachleuten aus Wirtschaft, Kirche und der Zivilgesellschaft zusammen. Erfreulich sind die Ergebnisse nicht immer. So kritisierte der letzte Bericht der Expertengruppe zur deutschen Entwicklungszusammenarbeit deren „Zersplitterung“.
Nicht nur die Arbeit der politischen Stiftungen wollten die OECD-Experten in dem Gespräch kennenlernen, sondern auch deren Einschätzung zur Wirksamkeit und zum Nutzen des BMZ-Instrumentariums. Während des intensiven Meinungsaustausches mussten die BMZ-Mitarbeiter, die die Gruppe begleiten, vor der Tür warten. Voraussichtlich im August präsentieren die Experten ihren Bericht der OECD.
Eva-Maria Köhler-Renfordt
Leiterin Controlling und Evaluation





