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Brasiliens junge Liberale bereiten sich auf die Wahlen vor

Brasilien
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Der 3. Oktober 2010 ist großer Wahltag in Brasilien. Dann geht es nicht nur um den künftigen Präsidenten des Landes, sondern auch um die Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses und des Senats, die Gouverneure der 27 Bundesstaaten und die Zusammensetzung von deren Parlamenten.

 

Für den wichtigsten Partner der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Brasilien, dem Jugendverband der Partei "Demokraten", Juventude Democratas, geht es darum, eigene Kandidaten zu präsentieren und auf den Wahlkampf vorzubereiten, die erhöhte Aufmerksamkeit in einem Wahljahr zur Werbung neuer Mitglieder zu nutzen und liberale Botschaften in die Diskussionen einzubringen. Die Stiftung führt dazu bereits seit Mitte Januar 2010, also noch mitten in den hiesigen Sommerferien, eine Reihe von Maßnahmen in Kooperation mit der Juventude Democratas in verschiedenen Landesteilen durch.

 


Dabei wird die Stiftung ihre Aktivitäten mit dem Jugendverband auf die Zeit des Vorwahlkampfs bis etwa Mitte Juni 2010 beschränken. Der offizielle Wahlkampf beginnt in Brasilien am 3. Juli 2010. Rund zwei oder drei Wochen zuvor nominieren die Parteien ihre offiziellen Kandidaten für die Wahlen. Aus vielen hoffnungsvollen "Vorkandidaten" werden dann wenige echte Kandidaten, die auch Wahlchancen haben. Ab diesem Zeitpunkt herrscht politische Hochstimmung in Brasilien und so könnten auch Bildungsmaßnahmen leicht in Gefahr geraten, Teil des Wahlkampfs zu werden. Die Einmischung in einen Wahlkampf ist aber der Stiftung sowohl nach deutschem als auch nach brasilianischem Recht untersagt.

 

Teilnehmer des Seminar in Vitória-ES
Teilnehmer des Seminar in Vitória-ES
Umso intensiver müssen in der ersten Jahreshälfte die Grundlagen dafür gelegt werden, dass der Jugendverband gestärkt wird und später unter günstigen Voraussetzungen für seine Anliegen und seine Kandidaten werben kann. Ein Blick auf die Veranstaltungen im Januar und Februar 2010 zeigt, wie die Stiftung ihren Bildungsauftrag in Brasilien wahrnimmt.

 

So fanden 2010 bereits zwei Seminare (in São Paulo und in Belém, Hauptstadt des Bundesstaates Pará) zum Thema "Freiheit. Eigentum. Rechtsstaat. - Liberalismus im Zeitalter des Internets" statt. In diesen Seminaren befassen sich die Teilnehmer nicht nur mit liberalen Positionen zu den Themenschwerpunkten der Stiftung für die Freiheit und deren Anwendung auf die brasilianischen Realitäten, sondern erfahren auch, wie man die elektronischen Medien für politische Zwecke nutzt.

 

Die jungen Teilnehmer lernen den Umgang mit Blogs, konstruieren eine eigene Website, lernen, wie man Twitter in der Politik nutzen kann, und werden Teil eines "Netzwerks junger Denker", das mit Hilfe der Website der Juventude Democratas Mitglieder aus ganz Brasilien in die politische Diskussion über aktuelle Themen einbezieht.

 

Besonders erfreulich war aus Stiftungssicht, dass die Mehrheit der Teilnehmer beider Seminare bereits in der Politik tätig ist, etwa als Stadträte (in Brasilien sind diese hauptamtlich tätig und werden entsprechend entlohnt) oder als Assistenten von Bundes- oder Landesabgeordneten. So kann das Gelernte gleich in der Praxis angewandt werden.

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letzte Änderung: 19.02.2010


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