Navigation

Zur Startseite

Inhalt

Israel und Palästina: Wege aus der Konfliktfalle…

Harald Klein, Bereichsleiter Internationale Politik, eröffnet die Veranstaltung in Berlin
Harald Klein, Bereichsleiter Internationale Politik, eröffnet die Veranstaltung in Berlin
Die Öffentlichkeit steht immer noch unter den Eindrücken der jüngsten Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der palästinensischen Hamas in Gaza. Wie es scheint, ist der Gaza-Konflikt nur ein weiteres blutiges Kapitel im Nahost-Konflikt, der die Welt bereits seit Jahrzehnten beschäftigt. Zahlreiche Friedensinitiativen sind in der Vergangenheit immer wieder gescheitert.

Trotzdem gibt es aus dieser so konfliktträchtigen Region auch Positives zu berichten – nämlich von Israelis und Palästinensern, die sich trotz allem immer wieder für ein friedliches Zusammenleben der Menschen, für gegenseitigen Respekt, Toleranz und Zusammenarbeit einsetzen.

Plenum in der Landesvertretung des Saarlandes, Berlin
Plenum in der Landesvertretung des Saarlandes, Berlin
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit unterstützt mit ihrer Projektarbeit in Jerusalem zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für diese Werte engagieren. Dazu gehören das palästinensische Conflict Resolution Institute Ta’awon, Ramallah, und das israelische Peres Center for Peace, Tel Aviv.

Die Stiftung veranstaltete unter dem Titel „Israel und Palästina – Schritte auf dem Weg der Verständigung“ zwei Podiumsdiskussionen in Hamburg und Berlin (in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft), bei denen Vertreterinnen beider Organisationen ihre Arbeit vorstellten. Tamar Hay, Projektmanagerin im Sport-Department des Peres Center for Peace und Rasha Fityan, Projektkoordinatorin bei Ta´awon, präsentierten in mehr als vollbesetzten Vortragssälen die beeindruckenden Aktivitäten ihrer Organisationen.

Verständigung durch Fußball...
Verständigung durch Fußball...
Tamar Hay berichtete über die verschiedenen gemeinsamen Sport-Aktivitäten, die das Peres Center für benachteiligte israelische und palästinensische Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre anbietet. Dass es in Palästina auch Kinder gibt, habe ihn am meisten gewundert, sagte der sechsjährige Dor aus dem südisraelischen Sderot bei einem Evaluationsinterview. Er habe gedacht, alle Araber sähen aus wie Osama bin Laden. Die NGO organisiert unter anderem gemeinsame Fußballtrainings und Turniere für palästinensische und israelische Kinder, um der verzerrten gegenseitigen Wahrnehmung entgegenzuwirken und dem Hass den Nährboden in den heranwachsenden Generationen zu entziehen. Wie für Dor sind diese gemeinsamen Sportaktivitäten für viele Kinder auf palästinensischer und israelischer Seite eine seltene – vielleicht sogar einzigartige – Gelegenheit in direkten Kontakt miteinander zu kommen.

...und Dialog.
...und Dialog.
Doch nicht nur auf israelischer Seite bemüht man sich um nachhaltige Konfliktvorbeugung. Auch die palästinensische NGO Ta´awon bringt Kinder und Jugendliche verschiedener Ethnien und Nationalitäten zusammen, um Dialog und gegenseitiges Verständnis zu fördern. In Konfliktmanagement-Trainings sollen Schüler und Studenten den konstruktiven und friedlichen Umgang mit Konfliktsituationen lernen – sowohl in Einzel- als auch in Gruppensituationen. In einer Gesellschaft, in der das gewaltsame Austragen von Konflikten an der Tagesordnung ist – so Rasha Fityan – müssen junge Menschen erst lernen, dass es friedliche Wege der Konfliktbewältigung gibt. Dafür arbeitet das erst seit fünf Jahren bestehende Institut.

Tamar Hay, Rasha Fityan, Rolf Freier (Moderation) in Hamburg
Tamar Hay, Rasha Fityan, Rolf Freier (Moderation) in Hamburg
In zwei bewegenden Präsentationen und Kurzfilmen zeigten das Conflict Resolution Institute Ta’awon und das Peres Center for Peace , wie Kinder und Jugendliche Vorurteile und ethnisch-politische Grenzen bei gemeinsamen Aktivitäten überwinden.

Beide hatten zuvor am Konfliktpräventionsseminar der Internationalen Akademie für Führungskräfte der Stiftung in Gummersbach teilgenommen.

Die Stiftung arbeitet seit 1983 bzw. 1994 für Freiheit und Frieden in Israel und Palästina. 1996 legte die Stiftung ihre bis dahin getrennten Büros in Jerusalem zusammen.

Zum Projekt Israel
Zum Projekt Palästina
letzte Änderung: 09.03.2009


14.02.2012: Liberalismus - die unersetzbare Idee. Vortrag und Diskussion

11.03.2012: Rhetorik Grundlagen

27.07.2012 bis 29.07.2012: Politisch-kulturelles Wochenende Westbalkan

Schaufenster Stiftung
Blog des Liberalen Instituts

04.02.2012: Freiheit und Ungleichheit mehr...

03.02.2012: Höhenflug einer „bedrohten“ Industrie mehr...

03.02.2012: Kleinvieh macht auch Mist… mehr...

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit