Studie: Drei Systeme des Gesundheitswesens im Vergleich
„Drei Systeme des Gesundheitswesens im Vergleich“ – so der Titel einer neuen Publikation, die die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit dieser Tage vorgelegt hat. Die Autoren sind Professor Charles B. Blankart und Erik R. Fasten, beide Humboldt-Universität zu Berlin.
Blankart und Fasten vergleichen zunächst die Gesundheitsversorgung durch das System der gesetzlichen Krankenkassen, durch einen Gesundheitsfonds und durch eine Versicherung zu risikoorientierten Prämien. Danach erörtern sie die Probleme bzw. Realisierungschancen.
Das Fazit: Nur im Rahmen einer Versicherung zu risikoorientierten Prämien werde es gelingen, Verhaltensänderungen bei den Versicherten, aber auch bei den Leistungsanbietern zu bewirken und eine nachhaltige Versorgung zu gewährleisten. Dieses System sei „kein Radikalsystem“, im Gegenteil: Es sichert den Sozialausgleich im Gesundheitswesen. Dies geschieht durch einkommensunabhängige Pauschalbeiträge, die auch für die Bezieher geringer Einkommen einen bestimmten Leistungskatalog garantieren. Der soziale Ausgleich für diejenigen, die den Pauschalbeitrag nicht selbständig finanzieren können, erfolgt über das Steuersystem.
Detmar Doering, Leiter des die Broschüre herausgebenden Liberalen Instituts der Stiftung für die Freiheit: „Den Autoren ist es gelungen, einen hochkomplexen Gegenstand verständlich darzustellen. Außerdem schaffen sie Mythen aus der Welt, von denen auch die gegenwärtige Debatte leider nicht frei ist. Ich würde mich freuen, wenn ihre Botschaft verstanden wird, in der Öffentlichkeit, natürlich aber auch von der Politik.“
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Zur Stiftungsinitiative umSteuern
Zu den Autoren: Charles B. Blankart ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik und öffentliche Finanzen an der Humboldt-Universität zu Berlin, Erik R. Fasten ist Doktorand und Mitarbeiter am Lehrstuhl von Professor Blankart. Publiziert wurde die Broschüre im Rahmen von „umSteuern. Freiheit braucht Mut!“, einer Initiative der Stiftung, die im vergangenen Jahr ins Leben gerufen wurde und 2010 einen sozialpolitischen Schwerpunkt bekommen hat.





