„Keiner fällt durchs Netz“ – Zertifikat-Übergabe an Hebammen

Feierstunde im Festsaal des Ministeriums in Saarbrücken
Feierstunde an der Saar: Im Rahmen des Projektes „Keiner fällt durchs Netz“ haben die saarländische Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport, Annegret Kramp-Karrenbauer, und Wolfgang Gerhardt MdB, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung für die Freiheit, Hebammen und Kinderkrankenschwestern zum Abschluss ihrer Ausbildung zu Familienhebammen bzw. sozialpädiatrischen Familienbegleiterinnen gratuliert. Bei einer Feierstunde im Festsaal des Ministeriums in Saarbrücken wurden ihnen ihre Zertifikate übergeben.

Annegret Kramp-Karrenbauer und Wolfgang Gerhardt übergeben eine Urkunde
„Ich freue mich“, so die Ministerin, „dass wir durch eine weitere Zusatzausbildung für Hebammen und Kinderkrankenschwestern die Hilfen für saarländische Familien ausbauen und optimieren konnten.“ Die in den saarländischen Landkreisen bereits eingesetzten 27 Familienhebammen werden nun von weiteren 15 Familienhebammen und acht Familienbegleiterinnen unterstützt.
Wie schon 2007 hat die Stiftung die Ausbildung der Hebammen und Kinderkrankenschwestern finanziert, diesmal mit 30.000 Euro. Das Projekt „Keiner fällt durchs Netz“ betrachtet sie als wichtigen Baustein in der Unterstützung junger Familien. Wolfgang Gerhardt dazu: „Die Stiftung hat einen Bildungsauftrag, und mit Bildung kann man gar nicht früh genug anfangen. Deshalb unterstützen wir die Initiative ‚Keiner fällt durchs Netz’ auch in diesem Jahr wieder gerne. Wie schon Pestalozzi wusste: ‚Die erste Stunde des Unterrichts ist die Stunde der Geburt’.“
Höchste Betreuungsdichte bei Familien mit Säuglingen und Kleinkindern

Wolfgang Gerhardt
Ministerin Kramp-Karrenbauer bedankte sich bei der Stiftung und ihrem Vorsitzenden für das erneute Engagement; natürlich freue sie sich auch, ihn anlässlich der Zertifikatsübergabe im Saarland zu Gast zu haben.
Dem Saarland stehen bei rund 7200 Geburten pro Jahr für die „Frühen Hilfen“ nunmehr fünfzig ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung. Damit erreicht das Land im bundesweiten Vergleich die höchste Betreuungsdichte bei Familien mit Säuglingen und Kleinkindern im ersten Lebensjahr. Künftig will man sich verstärkt um die Betreuung von Familien mit Migrationshintergrund kümmern. Dabei sind Familienhebammen und Familienbegleiterinnen, die über eigene Erfahrungen mit fremden Kulturen verfügen, eine große Bereicherung. Ebenso kommt der Betreuung von Teenageschwangerschaften und dem Einbeziehen der Väter in ihre neue Rolle eine besondere Bedeutung zu.
Wissenschaftlich begleitet werden die Arbeit der Familienhebammen und Familienbegleiterinnen und die Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort während der Projektlaufzeit bis zum Jahresende vom „Institut für psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie“ der Universität Heidelberg.





