Liberale Stichtage
Liberale Stichtage - mit dieser Serie erinnert das
Archiv des Liberalismus in unregelmäßigen Abständen an Ereignisse und Personen aus der Geschichte des deutschen Liberalismus. Die runden Jahrestage werden mit interessanten Dokumenten und historischen Bildern angereichert. Die Liberalen Stichtage sind unser Kalenderblatt zur Geschichte des Liberalismus.
Dass die Liberalen mit Hans-Dietrich Genscher den bislang dienstältesten deutschen Außenminister gestellt haben, ist wohlbekannt. Weniger weiß man, dass das Gleiche auch auf den Landwirtschaftsminister zutrifft: Josef Ertl ist hier mit gut 13 Jahren alleiniger Rekordhalter.
Die Spaltung in verschiedene Organisationen war lange Zeit nicht nur ein Problem des gesamten deutschen Liberalismus, sondern gerade auch seiner linksliberalen Strömung: Um 1900 wurde sie durch drei Parteien im Reichstag repräsentiert.
Das gewaltsame, von bis heute unbekannter Mörderhand herbeigeführte Ende beendete eine in vielerlei Hinsicht erstaunliche Karriere: Geboren in Frankfurt und eher aus kleinen Verhältnissen stammend wurde Heinz Herbert Karry als sog. „Halbjude“ im Nationalsozialismus drangsaliert.
Die Wiedervereinigung von 1990 hat gut drei Jahrzehnte zuvor ein Vorspiel im Kleinen: In den 1950er Jahren wurde die Zukunft des 1945 von Deutschland abgetrennten Saargebiets ebenso heftig diskutiert wie später die Frage über den weiteren Weg der DDR.
Das „Liberale Manifest“ ist sicherlich noch vor dem „Berliner Programm“ von 1957 das unbekannteste unter den FDP-Programmen. Das zeigt sich schon daran, dass es nicht mit dem „Ort des Geschehens“ – Saarbrücken – namentlich verbunden ist.
Obwohl fast eine halbe Generation jünger als die bekanntesten Vertreterinnen der liberalen Frauenbewegung – Gertrud Bäumer und Marie-Elisabeth Lüders – weist die 1888 in Westfalen geborene Emilie Kiep-Altenloh viele Gemeinsamkeiten mit diesen auf...
Nach dem „Wende“-Parteitag der LDP(D) war der Weg frei: Das vor allem von westdeutschen Liberalen gewünschte Wahlbündnis der liberalen Kräfte in der DDR konnte zustande kommen. Bis zur ersten freien Wahl der Volkskammer blieben nur fünf Wochen...
Das Ereignis wurde mit großer Spannung erwartet, denn nun musste sich zeigen, ob es die LDPD nach vierzig Jahren – offiziell – treuer SED-Gefolgschaft noch schaffte, auf die neuen Verhältnisse in der DDR einzustellen.
Über die Landesliste in Nordrhein-Westfalen wurde er 1976 erstmals in den Bundestag gewählt, dem er dann 18 Jahre lang angehörte. Bald machte er sich als sozialpolitischer Sprecher der Fraktion einen Namen und gehörte zu den Gegnern der Pflegeversicherung.