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Liberale Stichtage
Liberale Stichtage - mit dieser Serie erinnert das
Archiv des Liberalismus in unregelmäßigen Abständen an Ereignisse und Personen aus der Geschichte des deutschen Liberalismus. Die runden Jahrestage werden mit interessanten Dokumenten und historischen Bildern angereichert. Die Liberalen Stichtage sind unser Kalenderblatt zur Geschichte des Liberalismus.
In Max von Forckenbeck spiegelt sich die große Vielfalt des preußischen Liberalismus während der Reichsgründungszeit wider. Er gehörte zu jenen Liberalen, die sich als „Fraktion Junglithauen“ von den Altliberalen abspalteten und dann die Deutsche Fortschrittspartei gründeten
Anfang der 1990er Jahre erschien es fast unvorstellbar, dass der Mann im gelben Pullover nicht mehr um den Globus reisen würde. Ende April 1992 kündigte der "immerwährende Außenminister" schließlich doch den bevorstehenden Rückzug von seinem Amt an.
Die im 19. Jahrhundert enge Verbindung zwischen wissenschaftlichem Honoratiorentum und Liberalismus fand für die Weimarer Republik unter anderem in Wilhelm Kahl eine Fortsetzung. Der gelernte Jurist beteiligte sich in der Nationalversammlung intensiv an den Verfassungsberatungen.
Friedrich Böttcher gehörte anderthalb Jahrzehnte lang dem Reichstag an und verbreitete seine Ansichten auch in seinen journalistischen Arbeiten. Nachdem seine politische Laufbahn endete, wendete er sich ganz der Publizistik zu und schrieb für Zeitungen im gesamten Reich.
In der Person des Jacob Rießer verbanden sich wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Erfolg mit politischem Engagement. Als Präsident des "Handelsbundes" versuchte er dem antifreihändlerischen Trend seiner Zeit etwas entgegenzusetzen. Er gehörte 12 Jahre dem Reichstag an.
Am 27. April 1972 wurde erstmals das im Grundgesetz festgeschriebene Verfassungsinstitut des konstruktiven Misstrauensvotums ausprobiert. Es richtete sich gegen den an der Spitze einer Koalition aus SPD und FDP regierenden Kanzler Willy Brandt und scheiterte knapp.
Reinhold Maier war der erste Ministerpräsident des 1952 neu gegründeten Bundeslandes Baden-Württemberg. Er regierte zur allgemeinen Überraschung nicht mit der CDU, sondern entschied sich für eine Koalition mit der SPD und einer Kleinstpartei. Nach der Bundestagswahl von 1953 trat er zurück.
In Frankfurt am Main fiel heute vor 100 Jahren die Entscheidung, die erste Stiftungs-Universität Deutschlands zu gründen. Treibende Kraft in den langjährigen Auseinandersetzungen war der nicht parteipolitisch organisierte, aber dem Liberalismus nahestehende Frankfurter Oberbürgermeister Franz Adickes
1976 wurde Wolfgang Lüder stellvertretender Regierungschef von Berlin. Er saß von 1987 bis 1995 für die FDP im Bundestag. Im Verein "Gegen Vergessen - für Demokratie" setzt er sich weiterhin für eine starke demokratische Kultur ein.