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Liberale Stichtage
Liberale Stichtage - mit dieser Serie erinnert das
Archiv des Liberalismus in unregelmäßigen Abständen an Ereignisse und Personen aus der Geschichte des deutschen Liberalismus. Die runden Jahrestage werden mit interessanten Dokumenten und historischen Bildern angereichert. Die Liberalen Stichtage sind unser Kalenderblatt zur Geschichte des Liberalismus.
Die beeindruckende Riege liberaler Wirtschaftsminister in der Bundesrepublik hatte Vorläufer in der Weimarer Zeit. Zu diesen gehörte für einen kurzen, aber sehr entscheidenden Augenblick der deutschen Geschichte Paul Moldenhauer (1876-1947).
Der deutsche Frühliberalismus entwickelte sich nach 1815 unter sehr schwierigen Bedingungen: Politische Organisationen waren verboten, es herrschte eine strenge Zensur. Immer wieder versuchten mutige Liberale und Demokraten, gegen diese Zustände anzukämpfen.
Nach der Bundestagswahl 1961 galt von Kühlmann-Stumm als ministrabel, das angebotene Ministerium lehnte er jedoch ab. Stattdessen folgte er 1963 Mende an der Spitze der FDP-Fraktion und war damit bei Bildung der Großen Koalition 1966 Oppositionsführer.
Anfang 1912 gelang es den Liberalen, mit vereinten Kräften die sozialdemokratische Hochburg München zu stürmen. Mit dem Pädagogen Georg Kerschensteiner verfügte man über einen renommierten Kandidaten, der die Stichwahl knapp für sich entscheiden konnte.
Seit 1969 Mitglied der FDP engagierte sich Ignatz Bubis in der Frankfurter jüdischen Gemeinde, wurde dann aber wegen seiner Beteiligung an der Umgestaltung des Frankfurter Westends stark von linken Kräften angefeindet und sogar Gegenstand eines Theaterstücks.
In der Frühzeit der Berliner FDP ragten vor allem zwei Frauen heraus, neben Marie-Elisabeth Lüders wurde die liberale Stadtpolitik damals von Ella Barowsky geprägt. Bis ins hohe Alter engagierte sich Ella Barowsky für den christlich-jüdischen Dialog.
Der Braunschweiger Heinrich Rönneburg steht für eine Berufsgruppe, die im frühen 20. Jahrhundert eine herausragende Rolle im Liberalismus spielte: die Lehrer. Entscheidend politisiert durch die Novemberrevolution, schloss sich Rönneburg der DDP an.
Die politische Vita von Otto Graf Lambsdorff lässt sich am besten mit dem ursprünglich ironisch gemeinten, dann zur Ehrenbezeichnung umgewandelten Begriff "Marktgraf" umschreiben: Otto Graf Lambsdorff war ein Marktwirtschaftler durch und durch.
Der Reigen liberaler Außenminister im Deutschland des 20. Jahrhunderts erstreckte sich über eine Zeit von mehr als 75 Jahren: Er begann 1922 mit Walter Rathenau und endete 1998 mit dem sechsten von liberalen Chefs im Auswärtigen Amt, Klaus Kinkel.