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Die wirtschaftliche Entwicklung als Voraussetzung für den Frieden im Südkaukasus

Erstmals auch Teilnehmer aus dem Nordkaukasus

Gia Jandieri, Vizepräsident von New Economic School in Georgien und Peter Mentzel von Liberty Fund in der USA (stehend)
Gia Jandieri, Vizepräsident von New Economic School in Georgien und Peter Mentzel von Liberty Fund in der USA (stehend)
Die mangelhafte wirtschaftliche Entwicklung im Südkaukasus war das Hauptthema des Interviews von Wolfgang John, Projektleiter der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit im Südkaukasus, für die regionale Zeitung „Der kaukasische Knoten“ („Кавказский узел“). John gehörte zusammen mit Vertretern der New Economic School in Georgien zu den Organisatoren des Ende Januar in Tsakhnadzor, Armenien stattgefundenen Seminars „Economic Way of Thinking“.


„Armut und Arbeitslosigkeit sind die größten Probleme der Staaten im Südkaukasus. Diese Situation hat sich aufgrund der fehlenden wirtschaftlichen Entwicklung ergeben“, sagte John. Wenn die Staaten die wirtschaftliche Zusammenarbeit untereinander entwickeln, dann entstehen gemeinsame Interessen, die schrittweise zum Frieden führen. Daher fördert die Stiftung aktiv den Dialog zwischen Armeniern und Aserbaidschanern, Georgiern und Abchasen, Türken und Russen.


Besonderheit des Seminars war es, dass dazu zum ersten Mal Vertreter der nordkaukasischen Republiken eingeladen wurden. „Menschen müssen in einer freien und sicheren Gesellschaft leben können“, meinte der Leiter des Projektbüros der Stiftung in Moskau, Sascha Tamm. Das Seminar „Economic Way of Thinking“ sei eine von den vielen Maßnahmen der Stiftung in der Region, die zur Verwirklichung dieses Ziels beitragen, so Tamm.

 

Die Teilnehmer mit Wolfgang John, Projektleiter der Stiftung im Südkaukasus (erster v.r.), Martin Chren (in der Mitte) und Martin Menshk (erster v.l.) von Hayek Foundation
Die Teilnehmer mit Wolfgang John, Projektleiter der Stiftung im Südkaukasus (erster v.r.), Martin Chren (in der Mitte) und Martin Menshk (erster v.l.) von Hayek Foundation
Die Teilnehmer versuchten dabei, die komplizierte politische Situation in Russland zu analysieren und Lösungen für die dringenden Probleme zu finden. Nach Timur Tenov, Dozent an der nordkaukasischen Kabardino-Balkarien-Universität, war die Veranstaltung ein erfolgreicher Versuch, sich im politischen Raum der Region zu behaupten und im Laufe der Zeit ein Experten-Team zu bilden. Die Tendenz, Probleme öffentlich zu diskutieren und dabei die Teilnahme von Vertretern der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik daran zu fördern, sollte durchgesetzt werden.

 

Die Friedrich-Naumann-Stiftung übt ihre Tätigkeit im Südkaukasus seit 1996. Sie ist mit regionalen Projektbüros in Aserbaidschan, Georgien und Armenien vertreten und unterstützt die marktwirtschaftliche und demokratische Entwicklung sowie die Konsolidierung des Liberalismus in der Region.

 

Zusammenfassung und Übersetzung aus dem Russischen: Aleksandrina Tsoneva

letzte Änderung: 09.02.2010


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