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Jahresbericht der Begabtenförderung 2009

Über 800 ausländische und deutsche Stipendiaten wurden 2009 von der Stiftung unterstützt, materiell wie ideell. Jedes Stipendium ist eine Bildungsinvestition. Erwartet wird von den Stipendiaten aber auch, dass sie ihr Bekenntnis zur Freiheit mit gesellschaftlichem Engagement verknüpfen. Die Stiftung ihrerseits bietet ihnen zahlreiche Möglichkeiten, sich weiterzubilden, zu vernetzen und auf künftige Führungsaufgaben vorzubereiten. Das Angebot dabei reicht von Präsenzseminaren über Online-Foren bis hin zu Fertigkeits- und Persönlichkeitstrainings.

Die Stipendiaten sind dem Prinzip der Selbstorganisation verpflichtet. Dazu gehören das Engagement in den Arbeitskreisen und Initiativen, die Vorbereitung von Ferienakademien und Konventen oder die Aktivitäten am Hochschulort, zusammen mit den Vertrauensdozenten vor Ort.

Die Stipendiaten – begabt, liberal, engagiert!

Die Themen, die bei alldem im Mittelpunkt stehen, greifen aktuelle, gesellschaftlich relevante Fragen auf. Kein Wunder also, dass es im zurückliegenden Jahr vor allem um die Frage ging, wie der Liberalismus mit der Wirtschafts- und Finanzkrise umzugehen hat. Erörtert wurden mögliche Antworten unter anderem während der Fahrrad-Ferienakademie entlang der Mosel – ihr Thema: „Moral und Ethik in der Wirtschaft“ – und bei den von Stipendiaten organisierten Seminaren zur Stiftungsinitiative „umSteuern“. Aber auch andere Themen wurden diskutiert. Schwerpunkt der Auslandsakademie in der Schweiz etwa waren die „Menschenrechte im globalen Kontext“, und auf dem Altstipendiaten-Konvent in Gummersbach ging es um den „Brennpunkt Afghanistan“.

2009 konnte die erste Generation der Probestipendiaten in die Grundförderung übernommen und eine zweite neu in die Begabtenförderung aufgenommen werden. Ein weiteres bedeutendes Ereignis war der Start des Walther-Rathenau-Kollegs. Es trägt den Titel "Liberalismus und Demokratie. Zur Genealogie und Rezeption politischer Bewegungen von der Aufklärung bis zur Gegenwart" und wurde gemeinsam mit dem in Potsdam ansässigen Moses-Mendelssohn-Zentrum gegründet. 15 Promovierende haben künftig die Möglichkeit, mit hochkarätigen Wissenschaftlern die politische Bewegung des Liberalismus zu erforschen.

Das Netzwerk aus Stipendiaten, Altstipendiaten, Vertrauensdozenten und Auswahlausschussmitgliedern fördert nicht nur jede und jeden individuell, von seiner Kreativität und seinem Engagement profitieren die Stiftung und das liberale Umfeld insgesamt. Auf seiner Sitzung im Juni hat der Vorstand der Stiftung den VSA, den Verband der Stipendiaten und Altstipendiaten, deshalb offiziell als Alumniverband anerkannt. Der VSA versteht sich mit seinen 2.000 Mitgliedern als „Netzwerk mit Nutzwert“.
letzte Änderung: 18.12.2009


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