Jan Fleischhauer erhält Karl-Hermann-Flach-Preis 2010

Jan Fleischhauer Der Berliner Journalist und Spiegel-Autor Jan Fleischhauer erhält den Karl-Hermann-Flach-Preis 2010. Dies gab der Vorstandsvorsitzende der hessischen Karl-Hermann-Flach-Stiftung, Herbert Hirschler, gemeinsam mit dem Stiftungsratsvorsitzenden, Gerold Dieke, bekannt.
Jan Fleischhauer ist seit 1989 Redakteur beim Spiegel. Nach dem Mauerfall war er in Leipzig, dann in Berlin, zuletzt als stellvertretender Leiter des Hauptstadtbüros. Von 2001 bis 2005 arbeitete er als Amerika-Korrespondent in New York, wo er den Niedergang der New Economy erlebte. Heute lebt er mit seiner Familie wieder in Berlin. 2009 erschien sein Buch „Unter Linken“ – Von einem, der aus Versehen konservativ wurde“.
„Mit Jan Fleischhauer zeichnet die Stiftung einen Journalisten aus, der sich im Rahmen seiner Tätigkeit durch besonderes Engagement im Sinne des politischen Liberalismus von Karl-Hermann Flach - Journalist, erster Generalsekretär der FDP und Namensgeber der Stiftung - hervor getan hat“, erläuterte Hirschler die Entscheidung des Stiftungsrates.

Karl-Hermann Flach Flach, einst stv. Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, galt stets als unabhängig und gleichzeitig prägend, präzise und analytisch, unbeeinflussbar und konsequent. Die Verwirklichung von Sozialität und Chancengleichheit war eines der wichtigsten Ziele des leidenschaftlichen Liberalen. Eigenverantwortlichkeit und Kompetenz standen für ihn stets im Vordergrund der journalistischen Arbeit. Im persönlichen Wechselspiel zwischen Politik und Journalismus, verstand er es, einerseits diese beiden Ebenen auseinander zuhalten, andererseits die Parteitheorie auf den politischen Alltag zu übertragen, so Hirschler.
Der mit 5000,- Euro dotierte Preis wird in diesem Jahr erstmals wieder durch die Karl-Hermann-Flach-Stiftung vergeben. Geleitet wurde die Auswahl des Preisträgers von der zentralen Aussage Flachs: „Nach außen hin endlich als Staat des Friedens Anerkennung zu finden, nach innen hin Staat und Gesellschaft durch den Weg liberaler Reformen krisensicher zu machen und den Freiheitsgrad unseres Gemeinwesens, die Werte der Humanität, der Liberalität, der Toleranz und des Rechts auf persönliche Entfaltung in einer veränderten Welt und unter neuen Bedingungen zu erhalten und aufzubauen.“ (Flach, Die Freiburger Thesen der Liberalen, 1971)
Die feierliche Preisverleihung findet am Montag, 13. September 2010, 19.30 Uhr, im Gästehaus der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt statt.







