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surF - Liberales im Netz Nr. 59 | 03. Februar 2010

"Was würden Sie einem jungen Umweltschützer heute sagen?", fragte der Technology Review den Chemiker James Lovelock. Seine Antwort: "Sie haben das Herz am richtigen Fleck, sehen Sie zu, dass Sie auch Ihren Kopf orientiert kriegen!" – vielleicht liest das Interview ja auch der Chef des Uno-Klimarats.

Rajenda Pachauri soll frühzeitig vom Gletscher-Fehler gewusst, ihn aber verschwiegen haben. Eine persönliche Entschuldigung für die Panne bei der Vorhersage der Gletscherschmelze im Himalaja komme für aber ihn nicht in Frage. Klug von Pachauri, sich eine Tätigkeit zu suchen, die seinem eher unwissenschaftlichen Stil besser entspricht: Er veröffentlicht gerade einen Liebesroman.

Heftiger Aufeinanderprall: Argumente und Greenpeace
Heftiger Aufeinanderprall: Argumente und Greenpeace
Ohne Zweifel kommt viel Bewegung in die Klimadebatte – je mehr, desto häufiger die Reports des Klimarats aus New York gelesen werden. Eine Mühe, der sich inzwischen auch Journalisten unterziehen und neben dem Gletscher-Dilemma ganz andere Punkte finden, an denen Bergsteiger-Magazine als wissenschaftliche Quelle für den Klimawandel angegeben werden oder Artikel des World Wildlife Fund, der sich anschließend wiederum auf den nunmehr als Quelle des Klimaberichts geadelten Artikel beruft. Gleiches gilt für die Verstrickung von Greenpeace (mehr zu den zweifelhaften Geschäftsmodellen der grünen NGOs hier). Auch dass ein früherer Angestellter der Münchener Rückversicherung an dem Bericht mitschrieb, ist nicht ohne Brisanz – haben Rückversicherungen doch ein natürliches Interesse an der gefühlten Zunahme von Katastrophen.

Vernunftbasierte Vorschläge zum weiteren Vorgehen dringen nun auch aus der Politik vor: "Statt der Fokussierung auf willkürlich gesetzte CO2-Minderungsziele, sollte Europa sein innovatives Potential nutzen und die Erforschung neuer Technologien verstärken. Die Anpassung an unvermeidliche und unkontrollierbare Klimaänderungen muss Priorität bekommen.", schreibt der FDP-Europaabgeodnete Holger Krahmer.

Albert Einstein zum Ethos der Wissenschaft: „Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig: Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.“
letzte Änderung: 03.02.2010


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