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surF - Liberales im Netz
surF liefert Woche für Woche liberale Fundstücke aus dem Internet. Davon gibt es mehr als man denkt, vom flammenden Bloggerstatement bis zum stringent argumentierenden Leitartikel, vom Freiheitsvideo bis zur bissigen Karikatur.
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Pünktlich zum Kinostart von "Zettl", der neuen Komödie von Helmut Dietl, teilen der Filmemacher ("Schtonk", "Rossini") und Co-Autor Benjamin von Stuckrad-Barre kräftig aus – der öffentlich-rechtliche Rundfunk bekommt sein Fett weg.
Die heutige Ausgabe von surF stellt drei interessante Artikel vor. Die Themen: Sollen Lehrer verbeamtet oder angestellt werden? Stirbt die Forschung zur Gentechnik in Deutschland? Und: Wie sieht eigentlich Obamas Wahlkampf aus?
Die moralgetränkte öffentliche Debatte um Bundespräsident Wulff hat gleich mehrere Autoren veranlasst, sich mit der Debattenkultur in Deutschland zu befassen. surF stellt die Beiträge von Malte Lehming, Richard Wagner und Harald Martenstein vor.
Der Diplom-Volkswirt und Publizist Roland Baader ist gestorben. Einige liberale Blogs würdigen Baader, Autor mehrerer Bücher und zahlreicher Fachartikel zum Klassischen Liberalismus. Er war Student bei Friedrich August von Hayek und Mitglied der Mont Pelerin Society.
Sind Sie noch auf der Suche nach einem guten Vorsatz für das neue Jahr? Hier wäre einer: "Kein Erlebnis von Unfreiheit zu brauchen, um ein inniges Verhältnis zur Freiheit zu pflegen." Ein Vorschlag von Martin Sehmisch, inspiriert von Václav Havel.
Welch ein Zufall – die 150. Ausgabe von surF ist zugleich die letzte des Jahres. Der Jahresrückblick bringt je ein surF aus jedem Monat mit all den Themen des Jahres von Fukushima bis EHEC – immer durch die liberale Brille betrachtet.
Gegensätzlicher hätten die Trauerfälle der Woche wohl nicht sein können: Kim Jong Il und Václav Havel sind gestorben. Entsprechend unterschiedlich fallen auch die Nachrufe aus – sogar ein Kondolenztelegramm ist dabei (allerdings ein erfundenes).
Adventliche Stunden in Güstrow – wie Erich Honecker und Erich Mielkes Ministerium für Staatssicherheit Bundeskanzler Helmut Schmidt im Dezember 1981 die DDR vorführten - darum geht es in dieser monothematisch-schaurigen Ausgabe von surF.
Wenn man so beobachtet, wer derzeit das Attribut "liberal" verpasst bekommt oder sich selbst damit schmückt, kann man nur mit Mr. Spock von der Brücke des Raumschiff Enterprise sagen: "Faszinierend!" surF betrachtet die "Neuen Liberalen".
Schnelle Autos, brutale Filme und politisch unkorrektes Reden sollen verboten werden – dieser Meinung ist eine beträchtliche Zahl von Deutschen, wie eine Studie ergeben hat. Die "Welt" kann nicht anders und konstatiert: "Die Deutschen lieben Verbote."
Mindestlohn und Gerechtigkeit, Solidaritätszuschlag, Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften und die neue Prohibition in New York – zu diesen vier Themen hat die heutige Ausgabe von surF interessante Beiträge ausgegraben.
Oskar Lafontaine stellt seine Lebensgefährtin vor. Sie heißt Sahra Wagenknecht. Sorgt das in den liberalen Blogs für Wirbel? Eher Nein. Nur ein wenig. Es sind die klassischen Medien, die sich an dem neuen Polit-Paar abarbeiten.
Der Euro-Debatten überdrüssig? surF beweist heute, dass es neben der Rettung Europas noch andere wichtige Dinge gibt, um die sich der Staat kümmert – frei nach dem Motto "Lebbe geht weider", das einst der Fußball-Trainer Dragoslav "Stepi" Stepanović prägte.
Meinungsfreiheit, sollte man meinen, ist bei uns kein Thema. Dennoch ist die Ausübung dieses Grundrechts immer wieder bedroht und das auf unterschiedlichste Art und Weise. Mal durch Geld von Interessenverbänden, mal durch handfeste Beleidigungen…
Krise hin, Krise her – die so genannte Krise des Liberalismus bringt es mit sich, dass verstärkt über den Liberalismus diskutiert wird. Nicht nur in der FDP. surF präsentiert frische Verteidigungsreden von Norbert Bolz, Vera Lengsfeld und Gerd Habermann.
"Occupy irgendeine Stadt" war das Motto der Demonstrationen des vergangenen Wochenendes. Immerhin konnten fast so viele Menschen mobilisiert werden wie beim norddeutschen Ponymarkt in Hunteburg vor einer Woche.
"Wow! Ich bin 64 und es gibt Welten, von denen ich nicht mal wusste, dass es sie gibt." Dieses Zitat von Henryk M. Broder fiel nicht nach einem Besuch einer Okkultismusgruppe, nein. Broder war, gemeinsam mit Hamed Abdel-Samad, einfach nur in Freiburg.
Euro-Krise? Europa-Krise? Staatsschulden-Krise? Egal wie man es nennt – von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt sind Dokumente aufgetaucht, die eine ganz neue Perspektive auf die Dings-Krise eröffnen – sie belegen immerhin: Ist alles so geplant.
"Benedikt has left the building" – der Papst ist wieder abgereist, die Abgeordneten wieder in den Niederungen der Staatsschuldenkrise angekommen. surF hat das Echo auf den Papstbesuch in verschiedenen Blogs zusammengetragen.
"Vom Feeling her hab' ich ein gutes Gefühl", sagte einst der Fußball-Profi Andy Möller. Diesem unnachahmlichen Statement könnten sich in dieser Woche die Piraten anschließen und durchaus auch die Betreiber von Kraftwerken in den Nachbarländern des atommüden Deutschland.
Das Top-Thema der vergangenen Woche war ganz klar: Verschwörungstheorien. Sei's die Griechenland-Krise oder 9/11 – die Fernsehsender überholten sich gegenseitig dabei, allen die Schuld zu geben (außer den Verursachern).
"Der Markt ist kein System, der Markt ist ein Grundgesetz – wie die Gravitation." Nein, das ist keine Aussage eines liberalen Volkswirtschaftlers, sondern eine Feststellung von Dieter Nuhr - nicht der einzige Kabarettist, der sich dem marktfeindlichen Mainstream entzieht.
Woher kommt es eigentlich, dass es permanent Feuilletonisten sind, die die politischen Debatten dominieren? Dies wird wohl ein Rätsel bleiben, vielleicht ist es einfach nur ihre Sprachkraft. Derzeit wird Frank Schirrmachers Kapitalismuskritik diskutiert.
Der Kontext für die Ausschreitungen in England sind vor allem die hohe Jugendarbeitslosigkeit oder die Wut der Arbeiter über die Kürzungen von Sozialleistungen – heißt es allenthalben. In den liberalen Blogs wird eine andere Ursache ausgemacht: Der Wohlfahrtsstaat.
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich fordert ein Ende der Anonymität im Internet. Das klingt völlig plausibel – für jeden, der noch nicht im Internet war. Für alle anderen – also fast alle – ist dieser Plan einfach nur voll daneben und die Begründung ebenso.
Blogs in ihrer Gesamtheit haftet in der Öffentlichkeit noch häufiger der Ruf von – vorsichtig ausgedrückt – Semiprofessionalität an. Oder: Dies wird ihnen vor allem von Tageszeitungen angeheftet. Zu Unrecht, wie nicht zuletzt Grimme-Preise und ähnliches belegen…
Das Attentat von Oslo ist auch in den liberalen Blogs das beherrschende Thema. Die Analysen sind alles andere als einheitlich – aber immer differenziert. Einmal mehr heben sich die Autoren von der Oberflächlichkeit ab, die das Fernsehen in Tagen wie diesen anbietet.
"Ein Mensch ist intelligent, aber ein Haufen Menschen sind dumme hysterische gefährliche Tiere…" – wer hat's gesagt? Soviel vorweg: Es war kein großer Liberaler, aber vielleicht klingt manchen Leser dieses Zitat noch vom Wochenende frisch im Ohr…
Wie tickt der Zeitgeist? Entschleunigt und sanft, im Farbspektrum eher schwarz-grün, skeptisch dem Wachstum gegenüber aber im unerschütterlichen Glauben an den drohenden Weltuntergang? surF hat Zeitgeistiges der Woche zusammengetragen.
Keine Frage: Der Frauenfußball wird anlässlich der WM medial kräftig hochgejazzt. Fairerweise muss man sagen: Für den Männerfußball gilt das schon lange. Erstaunlich aber: Selbst liberale und sonst hochpolitisierte Autoren können nicht die Finger von diesem Thema lassen…
"Ich weiß nicht, ob Sie's wussten, aber…" ist der klassische Einsteiger des Kabarettisten Rüdiger Hoffmann. Wussten Sie, dass es eine Behörde gibt, in der 50 Staatsdiener sieben Bürger betreuen? Nicht? Dann lernen Sie die "Bundesopiumstelle" kennen!
Nachdem ein Ethikrat über die Energieversorgung der Republik entscheidet, darf man sich nicht wundern, wenn auch eine DDR-Bürgerrechtlerin mitdiskutiert. Von Kerntechnik versteht sie genau so wenig, aber von Plankennziffern. Und daran fühlt sie sich erinnert.
In den liberalen Blogs wird in dieser Woche ein "Ethikrat zur Bewertung der Risiken der Biolandwirtschaft" gefordert. Klingt zunächst nach Satire, ist aber durchaus konsequenter Wahnsinn angesichts der Faktenlage in Sachen EHEC. Ein psychiotischer Rundgang...
"In Dresden haben die Grünen einen Parteitag abgehalten. Es wurde dort allerdings ungewöhnlich viel gesungen und gebetet" – das ist der kürzeste Kommentar zum Kirchentag in Dresden, der auch sonst liberale Autoren beschäftigt hat.
Beruht die Häufung von EHEC-Fällen typischerweise auf konventioneller oder biologischer Landwirtschaft? Um diese Frage dreht es sich in einigen liberalen Blogs, die sich in dieser Woche intensiv mit dem "Gurkushima"-Skandal befassen.
"Zwischen Populismus und Aufklärung" – so war der vergangene Freiheitskongress der Stiftung betitelt. Das heutige
surF stellt einen Mann in den Mittelpunkt, der nicht nur Aufklärung leistet, sondern dies auch noch mit einer famosen Show verbindet…
FDP-Parteitag hin, FDP-Parteitag her – es wird nicht nur über die FDP geschrieben, sondern auch über das neue grüne Deutschland. Dabei geht es nicht nur um den Praxistest unter dem grünen Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg…
Kaum ist die neue Steuerschätzung da, beginnt die Diskussion: Wohin mit dem vielen Geld? Im organisierten Liberalismus scheint da die gleiche Auffassung zu herrschen wie bei den liberalen Bloggern: Jedenfalls nicht in neue Umverteilungsorgien.
Wen wundert's? Der Tod von Osama bin Laden beschäftigt auch die liberalen Blogs in dieser Woche. Die Überschriften gehen vom schlichten "Jetzt ist er weg!" bis zum satirisch angehauchten "Karl Ranseier ist tot" – in Erinnerung an die Comedyshow "RTL Samstag Nacht".
Selten hat der Umfang der Medienbegleitung so wenig zu einem Ereignis gepasst wie an Ostern: Die Ostermärsche kleckerten vor sich hin, waren in den Nachrichten aber überall Top-Thema. Im Schatten der Märsche bildete sich eine neue Protestbewegung.
50 Millionen Umweltflüchtlinge sind plötzlich verschwunden. Das versetzt die UNO in helle Aufregung. Irgendjemand schein beim Stellen der Prognose vergessen zu haben, den Vorgang auf Wiedervorlage für den "reality check" zu setzen.
Und jetzt kommt der Praxistest. Nach dem grünen Wahlerfolg im Südwesten folgte der mediale Jubel und nun immer häufiger die kritische Frage, wie eine grüne erneuerte Energie-Republik denn so tatsächlich aussehen würde – quasi "in echt".
Man kann sagen, was man will – gesprochen und geschrieben wird jedenfalls viel über die FDP in diesen Tagen. Nicht nur über ihr Personal, sondern auch über ihre inhaltliche Ausrichtung. Und manchmal sogar über die Zukunft des Liberalismus…
In den Tagen nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zeigen sich in den liberalen Blogs ganz unterschiedliche Reaktionen auf das Ergebnis: von Gelassenheit zeigen bis hin zum Abschalten.
"Deutschland sucht den Super-GAU" – diese Schlagzeile war in den letzten Tagen gleich mehrfach in Blogs zu lesen. Der originell formulierte Seitenhieb auf die deutschen Medien wurde nicht ganz ohne Grund verteilt, es wimmelt nur so von Übertreibungen und Fehlern.
Die Katastrophe in Japan wird nicht nur von den traditionellen Medien rund um die Uhr begleitet – auch die Blogs schalten sich ein. Und nutzen den Umstand, dass es ein Bedürfnis nach wissenschaftlichen Informationen gibt, das vor allem vom Fernsehen kaum befriedigt wird.
Die Autofahrer sind beim Tanken von E10-Sprit ausgesprochen zurückhaltend – sie diskutieren dagegen gerne zum Thema. Stück für Stück geraten so noch mehr Unsinnigkeiten planwirtschaftlicher Umwelt- und Klimabewirtschaftung in die öffentliche Debatte.
Haben wir nicht hingesehen? Als die Menschen in Ägypten und Tunesien protestierend auf die Straße gingen, mussten Politiker nach Worten ringen. Außer jenen, die sich nicht zuletzt mit Hilfe der Stiftung über das Geschehen in der Welt auf dem Laufenden hielten.
Wie fördern wir Kultur und warum fördern wir Kultur? Fragen, die passend zur Berlinale immer wieder gestellt werden. In Zeichen knapper Kassen durchaus etwas lauter. Angezweifelt werden nicht nur das Funktionieren des Systems, sondern auch die lauteren Motive.
Die gewalttätigen Auseinandersetzungen um das "Wohnprojekt Liebigstraße 14" in Berlin haben nun auch den Bundestag erreicht. Höhepunkt einer schon länger dauernden Debatte um das seltsame Verhältnis der Linken zu politischer Gewalt, wenn sie aus der eigenen Ecke kommt.
Die Entwicklungen in den Maghreb-Staaten gestalten sich ausgesprochen spannend – auch deshalb, weil die Region lange nur im Hinblick auf ihr Verhältnis zu Israel wahrgenommen wurde. In Deutschland bietet sich nun die Gelegenheit, mit dem Finger auf andere zu zeigen…
Sind Quotenregelungen eine Diskriminierung des Individuums zu Gunsten eines Kollektivs oder ein längst überfälliger Abschied von verkrusteter Männerdominanz? Ist Deutschland mangels Quote hinterweltlerisch oder hinterwäldlerisch?
Druck macht erfinderisch – die Kassen sind knapp, nicht zuletzt, weil Solidarität zwischen Staaten und auch Bundesstaaten nicht nur Geld kostet, sondern offensichtlich auch zum Missbrauch reizt. Dies wundert niemanden, außer den Profiteuren.
"Unsere Welt ist dioxinverseucht – und vor allem die Medien." Das schreibt der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer und spielt damit auf eine Berichterstattung an, die sich fast schon auf das Ausrufen des Wortes "Skandal" beschränkt.
Keine Frage: Gesine Lötzsch und ihre "Wege zum Kommunismus" waren dieser Tage Thema Nr. 1 in den liberalen Blogs. Im Gegensatz zu vielen Medien wurde auch über die gewalttätigen und gezielten Angriffe auf DDR-Bürgerrechtler am Rande der Kommunismus-Konferenz berichtet.
Die 100. Ausgabe von surF ist Anlass genug, jene zu würdigen, die diese Kolumne mit Inhalt füllen: Liberale Blogger und Autoren, einige davon mit großem Output in hoher Frequenz. Das alles immer in guter Qualität und mit Herz geschrieben.
Man kann sagen, was man will: Langweilig ist's nicht in diesem Spätherbst: Diplomatendepeschen bei Wikileaks, Deutsche Bahn, Terrordrohungen. So allerhandlei bietet unsere Umgebung zum Aufregen, Kopfschütteln und natürlich auch zum Analysieren.
Das Recht der freien Meinungsäußerung ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit in einer Demokratie – dennoch kreisen aktuell gleich mehrere Debatten um dieses Thema, denn auch in Demokratien passt es dem einen oft nicht, was der andere sagt.
Immer deutlicher wird: Deutschland wird immer unübersichtlicher. West und Ost, Nord und Süd, Einheimische und Migranten - sogar Gremlins machen sich breit! Und bisweilen kommen dabei aufregende und erfrischende Konstellationen zusammen.
Das Schwert in der politischen Auseinandersetzung ist die Sprache – da verwundert es schon sehr, wie viele Protagonisten mutig auf die Bühne treten und dann stumpfe Waffen ziehen. Dabei kann schön reden doch so schön sein…
Immer häufiger wird die Frage gestellt, ob politischer Protest nicht immer häufiger nichts mit dem politischen Anliegen zu tun hat, das diskutiert wird, sondern eher Selbstzweck ist. Stuttgart21 und die Castor-Transporte sind dafür nur zwei Beispiele.
surF bringt heute handfeste Beweise dafür, dass Marx und Lenin nicht die Antworten auf die Fragen von heute haben, Claudia Roth gar keine Antwort hat, die Liberalen dagegen Sinn für Start-Ups haben und das sogar schon vor deren Start...
Dass früher alles besser war – diese Erkenntnis dürfte bestimmend für die Neigung der Menschen sein, vor allem Negativ-Prognosen zu glauben. Der Prognose-Markt blüht – nach der Klimakatastrophe kommt jetzt (einmal mehr) der Krieg als Folge der Erderwärmung.
surF hat sich bei YouTube auf die Suche nach liberalen Fundstücken gemacht – und ist fündig geworden. Die heutige Ausgabe präsentiert Videos von oder über Walter Eucken, Friedrich August von Hayek, Margaret Thacher und Vince Ebert.
Es ist Herbst, die Politik hat die Trägheit des Urlaubs abgestreift. Und widmet sich wieder ihrem liebsten Handwerk: Verbieten. Oder der Vorstufe dazu: Bis an die Verbotsgrenze heran durchregulieren. surF zeigt, wer sich beim Verbieten besonders gerne vordrängelt.
Intensive Debatten prägen diese Wochen – zum Sarrazin-Thema Integration ist nunmehr "Stuttgart 21" dazugekommen, wohin – laut Vince Ebert – Hunderttausende Fans per Bahn hinpilgern, um sich mit Gleichgesinnten in eine Lichterkette zu stellen.
Jan Fleischhauer hat es mit seinem Bestseller "Unter Linken" geschafft, dass mal Linke nicht über den Rest der Republik lachen, sondern umgekehrt. Nun hat Fleischhauer den Film zum Buch vorgelegt – und dabei ausgerechnet Techniken von Michael Moore angewendet.
Es ist fast rührend, wie angesichts von "Stuttgart 21" und der Anti-Atom-Demo von Berlin Beobachter beobachtet haben wollen, dass sich nicht nur Veteranen der Friedensbewegung am Protest beteiligen, sondern auch Menschen "wie du und ich".
Drei etwas längere – aber keinesfalls langatmige – Beiträge werden heute in
surF vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen die deutsche Diskussionskultur nach Sarrazin sowie ein neues Konzept für die Finanzierung der deutschen Theaterlandschaft.
Überdrüssig der Sarrazin-Diskussionen? Ein garantiert migrationsproblemfreies surF verspricht Entspannung und stellt heute ausschließlich Beiträge vor, die sich mit anderen Fragen befassen – die nicht minder interessant sind.
Sarrazin in aller Munde – sei es im Vorortzug oder in der Stammkneipe, in den Kommentarspalten der Zeitungen oder in hunderten von Blogs. Selten hat es ein Mann geschafft, eine Diskussion zu provozieren, der man sich – selbst wenn man möchte – nicht entziehen kann.
"In Berlin findet zurzeit in Lehrer- und Klassenzimmern ein Kulturkampf zwischen Ost und West statt", schreibt die WELT und berichtet von einem Revival urtümlich-sozialistischer Zeremonien an Berliner Schulen wie jener, die sich einst "Kritik und Selbstkritik" nannte.
Schon lange hat es keine politische Debatte mehr gegeben, bei der man sich so herzlich amüsieren konnte, wie beim Empörungs-Thema Google Street View. Besonders humoristisch wertvolle Beiträge liefern dabei jene Protagonisten, die scheinbar keine Ahnung haben, wovon sie reden.
Google hat mit dem Projekt "Google Wave" großmundig das Ende der E-Mail angekündigt; es blieb aus – jetzt lässt Google sein Wave wegen Erfolglosigkeit einschlafen. Grund zur Häme? Und was hat das mit Kate Moss zu tun?
Gibt es eine neue Bürgerbewegung, gar eine freiheitliche? Der
Focus stellte in der vergangenen Woche fest: "Ja, es gibt sie" – nur leider verortete das Magazin die prominenten Vertreter dieser Bewegung dort, wo sie sich vermutlich gar nicht gerne sehen…
Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hält die Rentengarantie aus ordnungspolitischer Sicht für nicht vertretbar – Brüderle hat damit einen Begriff ins Gespräch gebracht, der für lange Zeit aus den politischen Diskussionen verschwunden schien: die Ordnungspolitik.
Reichlich Doppelmoral und Diskussionen am Problem vorbei – das sehen liberale Kommentatoren im Nachfeld des Hamburger Volksentscheids zur Bildungspolitik. Einzig die FDP stand auf der Seite der Volksinitiative "Wir wollen Lernen".
Sollen Kassen weiter homöopathische Behandlungen bezahlen dürfen? Das dürfte die Streitfrage des Sommerlochs werden und zugleich die berechtigte Frage aufwerfen, ob die bisherigen Gesundheitsreformen genauso wirksam waren wie homöopathische Mittel – nämlich gar nicht.
Auf der Suche nach einem neuen Bundespräsidenten wird immer wieder der Wunsch betont, das Staatsoberhaupt möge die Begabung haben, mit der Kraft des Wortes dem Land den Weg zu weisen. Eigentlich ist das völlig überflüssig…
Die Fußball-WM in Südafrika zeigt erneut: Der Fußball ist in der Lage, wichtige gesellschaftliche Debatten anzustoßen: Über Themen wie Glück, Spielergehälter, "innere Reichsparteitage" und sogar wirtschaftliche Freiheit wird in den liberalen Blogs im Umfeld der WM diskutiert.
Jetzt wird gespart – dass nach den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen der Rotstift angesetzt werden würde, das pfiffen die Spatzen seit Monaten von den Dächern. Die ersten Pläne liegen nun vor und auch die ersten Kommentare dazu im liberalen Internet…
Nahezu die gesamte deutsche Medienlandschaft übt Kritik am Rücktritt des Staatsoberhaupts. Erstaunlicherweise steht dabei durchweg die Frage im Mittelpunkt, ob die schwarz-gelbe Koalition Köhler ausreichend unterstützt hat. Verständnis für seinen Schritt findet Köhler dagegen in einigen Blogs.
Greenpeace soll zu den drei Institutionen gehören, denen die Deutschen das meiste Vertrauen entgegenbringen - trotz einiger Tricksereien im Namen der guten Sache. "ökowatch" hat sich nun vorgenommen, den Umwelt-NGOs auf die Finger zu schauen - oder zu klopfen.
Was sind die Ursachen des Wahlergebnisses in Nordrhein-Westfalen? Neben den meist vorhersehbaren Analysen in den deutschen Medien ist für die Beantwortung dieser Frage ein Blick in die liberalen Blogs interessant, die teils sehr ausdifferenzierte Analysen bieten.
Fidel Castro, Evo Morales, Daniel Ortega und Hugo Chávez – vier Namen, die bei jungen und alten Sozialisten in Deutschland einen guten Klang haben. Bei Liberalen dagegen löst ihre Politik eher Schaudern aus – erinnert doch zu vieles an die DDR.
Wie schon vor einem Jahr in Hannover haben auch beim diesjährigen Parteitag der FDP in Köln nicht nur Journalisten, sondern auch liberale Blogger das Geschehen beobachtet. Sogar Phoenix hat das bemerkt und gestaunt.
Die isländische Aschewolke bringt nicht nur Flugpassagieren eine Menge Ärger, sie hat auch eine Diskussion um den Wert und Unwert von Computersimulationen ausgelöst – eine Diskussion, die unter liberalen Bloggern schon länger geführt wird.
Kaum eine politische Entscheidung fällt heutzutage ohne die vorherige orakelartige Befragung so genannter Experten. surF schlägt Hessens Landwirtschaftsministerin Lautenschläger jemanden vor, der sich mit Sodomie auskennt, die sie gerne wieder im Strafgesetzbuch sähe.
surF präsentiert in dieser Woche drei interessante Texte. Es geht um die Hochrisikojugend jener, die vor 1984 aufgewachsen sind, um aufgeregte Debatten um nichts und wieder nichts sowie um Künstler als Teil des modernen Prekariats.
"Das Haus mit den zwei Balkonen - enteignen lassen." – So funktioniert er, der Sozialismus des 21. Jahrhunderts, exekutiert von Hugo Chávez. Nun legt "Die Linke" einen Programmentwurf vor, in dem die Chávez-Marke als "demokratischer Sozialismus des 21. Jahrhunderts" auftaucht.
Während SPD, Grüne und die Linke auf alles, was von den Liberalen kommt, mit Entrüstung reagieren, setzen sich liberale Blogger mit dem neuen SPD-Arbeitsmarktkonzept sachlich auseinander – gut, die Schlagzeile "SPD will Milliardären Hartz IV zahlen" klingt anders, trifft aber zu.
Neben der Hartz-IV-Debatte köchelt noch ein weiteres Thema vor sich hin, von dem viele meinen, eine breite gesellschaftliche Debatte sei längst überfällig: Manche titulieren es Technikfeindlichkeit, manche Ökologismus. Eine Kartoffel hat es wieder ins Blickfeld gerückt.
Potzblitz – nun hat es auch die SPD erwischt: Da kann man sich laut SPIEGEL online mittels einer Art Punktesystem via "Vorwärts" in einen Kaminabend mit hochrangigen Vertretern der Sozialdemokratie einkaufen. surF hält das für eine Ente…
Die heutige surF-Ausgabe bringt das erste Mal ein Solo-Programm. Manchmal sind die Blogger eines Blogs eben so gut in Form, dass Beiträge von hoher Qualität gleich reihenweise veröffentlicht werden – die Rede ist von den Bissigen Liberalen ohne Gnade.
Angesichts der Renaissance spätrömischer Dekadenz dieser Tage bietet sich ein Ausflug in die Geschichte an. Man kann sagen was man will: Guido Westerwelle hat dafür gesorgt, dass die Republik über Domitian, Hadrian und Caracalla diskutiert. Das ist praktische Bildungspolitik.
Die heutige surF-Ausgabe befasst sich mit der grundlegenden Weisheit „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!“ und außerdem mit den Vorzügen einer Politik, die es gar nicht gibt und die dementsprechend in der Presselandschaft kaum ein Echo findet.
"Was würden Sie einem jungen Umweltschützer heute sagen?", fragte der Technology Review einen Chemiker. Seine Antwort: "Sie haben das Herz am richtigen Fleck, sehen Sie zu, dass Sie auch Ihren Kopf orientiert kriegen!" – vielleicht liest das Interview ja auch der Chef des Uno-Klimarats.
Schon mal über Kabelsalat geärgert? Die spontan auftretenden und schwer zu entwirrenden Knotenbildungen oder Verwicklungen von elektrischen Kabeln gibt's auch in der Politik - dort nennt man sie "Bürokratie". Am Ende bewegt sich nichts mehr.
Wer ist Deutschlands größter Parteispender? Flick? Eine Investmentbank, auf die Bermudas ausgelagert? Von Bohlen zu Reibach? Gar Dieter Bohlen? Nein, es ist ein kommunistischer Bergmann aus Moers, der der MLPD etwas Gutes getan hat. Ein Skandal!
Was 10 oder 15 Zentimeter Schnee nicht so alles auslösen können: Staus, Verspätungen bei der Bahn und den Beginn einer Klimadebatte, die diesen Namen auch verdient. So können sich neben rodelbegeisterten Kindern auch die Freunde des freien Diskurses über das Wetter freuen.
Das letzte surF des Jahres stellt ein paar Fundstücke zusammen, die besonders als besonders interessant zu werten sind. Wer über die Feiertage Zeit hat, kann sich die Freiheit nehmen, noch einmal zu genießen. Das ist aber kein Jahresrückblick…
"Wie oft ich in meinem Leben schon mit dem Vorwurf des 'Manchestertums' konfrontiert wurde, weiß ich selbst nicht", sagte Otto Graf Lambsdorff 2004. surF hat einige Reden und Papiere des großen Liberalen zusammengetragen, die jedes für sich lesenswert sind.
Es entbehrt nicht einer gewissen Tragik. Da geht der Berliner Senat ausnahmsweise einmal den Weg der Liberalisierung – und bekommt das Ergebnis prompt vom Bundesverfassungsgericht um die Ohren gehauen. Immerhin: Klaus Wowereit will retten, was zu retten ist.
Was ist nur mit unseren Ministerinnen los? Die eine lebt in zwei Welten, die andere klagt gegen sich selbst. Verknüpft werden diese beiden Feststellungen, wie kann es anders sein, im Internet, dem großen, neuen und unentdeckten Kontinent.
Es gibt durchaus Belege für einen Zeitgeist-Wechsel in diesem Jahr – doch an einer Stelle scheint der Zeitgeist in Blei gegossen: Die aktuellen Studentenproteste scheinen wie eh und je mehr auf Sozialismus als auf bessere Unis abzuzielen.
Zwei Wege führen zu verständlichen Gesetzen: Frau Thiemes Gespür für Sprache oder von vornherein einfache Regelungen. Die hätten ganz nebenbei auch noch den Vorteil, Milliarden einzusparen. Viele Milliarden…
Die ersten Tage des November vor 20 Jahren waren die Tage der Implosion des SED-Regimes. Höhepunkte: Die Großdemonstration am 4. November 1989 am Berliner Alexanderplatz und der Mauerfall am 9. November. Immer im Mittelpunkt: Günter Schabowski.
Mit dem Ausspruch "tu felix Austria" wird unseren Nachbarn eine besonders glückliche Veranlagung oder Lebensart nachgesagt. Während in diesen Tagen die Liberalen in Deutschland wieder in die Regierung eintreten, sind die Liberalen in Österreich davon weiter entfernt denn je.
Die Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama könnte sich als Danaer-Geschenk erweisen, die ohnehin hohe Erwartungshaltung für den US-Präsidenten zu einer schweren Last werden – selbst Spott sieht sich Obama inzwischen ausgesetzt.
Endlich gibt es ein gutes Argument dafür, der FDP im Bundeskabinett 60 (in Worten: sechzig) Ministerposten zuzugestehen. Abstrus? Warum nicht, wenn die Grünen im Saarland mit drei Abgeordneten vertreten sind und dafür zwei Ministerien erhalten…
Die Berichterstattung über "Deutschland nach dem schwarz-gelben Wahlsieg" ist weitgehend von geradezu rührender Oberflächlichkeit gezeichnet – die meisten "Expertenrunden" zum Thema sollten bei Astro-TV angesiedelt werden. Hochkonjunktur für Kaffeesatzleser.
Die meisten Deutschen denken heute mit Freude an den 30. September 1989 zurück, als Hans-Dietrich Genscher den Prager Botschaftsflüchtlingen die Freiheit versprechen konnte. Für viele aber ist dieser Tag noch 20 Jahre später scheinbar ein Stachel im Fleisch…
In einem Punkt herrscht im Wahlkampf Einigkeit – wir brauchen mehr Bildung in Deutschland. Allerdings: Wo Liberale Bildung meinen, wenn sie Bildung sagen, meinen andere Erziehung. Ein auch im Energiesparlampenlicht erheblicher Unterschied…
Der Wahlkampf geht in die letzte Runde – das merkt man im Fernsehen an den nun täglich auftauchenden Politrunden, aber vor allem im Internet, das ganz andere (originellere, individuellere und unterhaltsamere) Möglichkeiten bietet, sich vorm „Kreuzgang“ zu informieren.
Wo funktionierende Ideen fehlen, da hilft die Moral. Der müde Wahlkampf wird im Endspurt von jenen, die nichts zu bieten haben, zum Austausch moralischer Positionen umgestaltet – als ginge es darum, ein gutes Gefühl statt guter Politik zu wählen…
„Die Zukunft unseres Landes liegt in unseren Köpfen“ – wie oft schallt es aus allerlei Richtungen laut in diesem Ton. Bildung und Wissenschaft stehen bei Wahlkämpfern hoch im Kurs. Aber nur auf den ersten Blick. Vielen erscheint Wissenschaft eher gefährlich, wenn’s drauf ankommt…
Wussten Sie schon, dass das Regime Mugabe in Simbabwe neoliberal ist? Um den Begriff des Liberalismus ranken sich die unterschiedlichsten Auslegungen, besonders phantasievoll gehen berufsmäßige Klassenkämpfer damit um.
Kennen Sie eine durch und durch liberale Tageszeitung, die diesen Namen auch verdient? Falls nicht – im Internet tummeln sich liberale Autoren zuhauf und es gibt so einige Möglichkeiten, sich eine entsprechende Lektüre zusammenzustellen.
Ist alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist oder ist alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist?
surF bewegt sich heute an der Trennlinie zwischen Bürger und Untertan und wirft einen Blick auf die deutsche Verbotskultur…
„Chronik einer Panik“ – so titelte die Zeit vor fünf Jahren und stellte ausführlich die Geburt und den Untergang des „Waldsterbens“ dar. Eine Lehrstunde darüber, wie sich Medien und Wissenschaft gegenseitig zu Fehlleistungen anstacheln können...
Das Thema Steuern schreckt viele ab. Weil sie zahlen müssen, weil sie umständliche Formulare ausfüllen müssen und weil Zahlensalat eh langweilig ist. Das muss nicht sein, meint
surF nach dreiwöchiger Sommerpause.
Da ist sie plötzlich, die parlamentarische Sommerpause. Der Bundestag macht Urlaub. Politik wird zum Wahlkampf und verlagert sich auf Marktplätze.
surF hat ein rhetorisches Trostprogramm zusammengestellt…
Sommerzeit, Ferienzeit, Lesezeit. Endlich in Ruhe ein Buch lesen. Am besten ein politisches. Das Internet kann bei der Auswahl der richtigen (natürlich liberalen) Lektüre große Hilfe leisten.
Was wäre, wenn Geld ein privates Gut wäre, das sich im Wettbewerb bewähren müsste wie andere Waren? Die Finanzmarktkrise bringt Diskussionen auf, denen viele noch eher erschrocken gegenüber stehen: Überwindung der Krise durch gutes Geld!
Seit dem heftig umstrittenen Wahlausgang in Iran zeigt sich das Internet von seiner besten Seite – als Plattform zur Umgehung staatlicher Zensur. Das könnte auch auf die Debatten zur Internet-Sicherheit hierzulande Auswirkungen haben.
Abschaffen ist schon lange so gut wie abgeschafft, Verbote verbieten ist dagegen noch verboten. Dennoch: Staatlicher Interventionismus regt immer mehr Menschen auf – vielleicht, weil er immer mehr, wie die Abwackprämie, Formen des Irrsinns annimmt…
Dass Parteien das Internet für ihren Wahlkampf nutzen ist fast schon ein alter Hut – eine ganz neue Dimension bringen Beiträge politisch aktiver Bürger ins Spiel. Das ist meist spannend und oft überaus professionell gemacht…
Es gibt Debatten, die hierzulande eigentlich nur im Internet wahrgenommen werden können – so die Debatte um den Klimawandel; jedenfalls soweit es um das „ob“ geht. In anderen Ländern sieht das ganz anders aus…
Liberale nennen die Planwirtschaft auch gerne Mangelwirtschaft. Nicht nur weil die Regale in der Planwirtschaft meist leer sind, sondern auch, weil diese Wirtschaftsform einen Mangel an Informationen, an Flexibilität, an Marktpreisen, an technologischem Fortschritt und an Demokratie vorweist.
surF bewegt sich heute „Unter Linken“. Das Buch des SPIEGEL-Redakteurs Jan Fleischhauer scheint eine erfreulich kräftige Diskussion loszutreten, die vielleicht dazu führt, dass sich verschüchterte Nicht-Linke ein wenig selbstbewusster gegen linken common sense zur Wehr setzen.
Wie zeigt man politisch weniger Interessierten, dass es in der Politik auch um Inhalte geht? Talkshows dürften da in der Regel kläglich versagen. Dafür hält das Internet so schöne Dinge wie den Wahl-O-Maten vor, mit dem sich in Form eines Quiz’ verorten lässt, wo man politisch steht…
Da ist er endlich, der Wahlkampf. Wer weiß, vielleicht handelt es sich nur um ein kurzes Aufflackern zur Europawahl, dem noch eine ruhige Phase folgt. Jedenfalls wird schon heftig ausgeteilt – neben der Politkonkurrenz kriegen vor allem „die Manager“ ihr Fett weg…
Warum sind populäre Irrtümer eigentlich so populär? Weil die Welt dann so schön einfach ist, wenn man dem Irrtum verfällt? Vielleicht haben deshalb gerade populäre Irrtümer in Sachen Gentechnik so gute Konjunktur…
Im medialen Bermudadreieck zwischen Aufklärung, Erziehung und Bildung arbeitet sich schon lange David Harnasch ab. Er konzentriert sich als „Bildschirmarbeiter“ vor allem auf das Fernsehen, das nicht nur in seinen Augen immer weniger Aufklärung, dafür aber immer mehr Erziehung bietet.
Irgendwann ist es tatsächlich soweit: Dann ist die Mittelschicht in Deutschland bis auf eine Person zusammengeschrumpft (Johannes Schlüter). Doch gegen diese Perspektive stemmen sich u.a. Londons Bürgermeister, zwei renommierte Wirtschaftswissenschaftler und natürlich die Stiftung für die Freiheit.
Was ist Aprilscherz und was nicht: Schwarze Autos werden verboten, Kratereinschläge in Ihrer Windschutzscheibe stammen von russischen Atombombentests und die SPD hat einen Plan zur Rettung der deutschen Wirtschaft…surF verschafft den Überblick.
Wenn "das Gespenst des Kommunismus im befleckten Bettlaken durch die Kulissen huscht", dann wird Karl Marx’ "Kapital" als Singspiel auf die Bühne gebracht. surF präsentiert diesmal so allerlei aus der Mottenkiste, das in Krisenzeiten wieder an die Oberfläche gespült wird…
"Reden wir darüber" – dieses demokratische Grundprinzip ist manchmal recht schwer umzusetzen. Mal schafft es eine Mehrheit, eine Minderheit zum Verstummen zu bringen, manchmal sorgen Prinzipien wie „Political Correctness“ für ein Ende der Debatte. Aber nicht im Internet...
Der Verbraucherschutz ist eigentlich eine feine Sache, doch kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieses Thema in der Politik fast nur noch von Spielverderbern verwaltet wird, die den "Dümmsten anzunehmenden Konsumenten" vor Augen haben…
Während die Politik allerorten überlegt, ob sie nun doch noch Autos und Spielzeugeisenbahnen bauen oder Unterhosen herstellen soll, diskutieren Experten so manche grundlegende Reform, die selbst Talkshowgäste von Anne Will sprachlos machen würde. Zum Beispiel: Die Privatisierung des Geldes.
Eine Welt ohne Gentechnik, Atomkraftwerke, voll erneuerbarer Energien und ohne Kinderpornographie - und das alles schon übermorgen. Realität oder eher Stoff aus einem Kinderbuch? Netzfundstücke zu Illusionen und Realitäten…
"Mit allem gebotenen Respekt, Herr Präsident, das ist nicht wahr!" Schon in den ersten Amtstagen von Barack Obama beweisen die US-Amerikaner einen besonderen Stil – Barack Obama steht mitten im liberalen Gegenwind…
Zu den vielen Jubiläen des Jahres gehört auch der 60. Geburtstag des Grundgesetzes. Doch kann man einem Gesetz ja kaum etwas zum Geburtstag schenken – außer einer Verjüngungskur vielleicht und einem Artikel gegen "kleine grüne Teufel".
1991 fragte die Kongressbibliothek die Mitglieder des Book of the Month Club, welche Bücher den größten Einfluss auf ihr Leben gehabt hätten. Der erste Platz war keine Überraschung: Die Bibel. Danach kam ein Roman: "Atlas Shrugged" von Ayn Rand aus dem Jahr 1957...
Sind Kabarettisten per se links? Möchte man meinen, wenn man so den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verfolgt. Aber plötzlich taucht einer auf, der sogar mit dem Begriff Neoliberalismus umgehen kann. Nicht nur richtig – auch noch humorvoll!
"Verbote verbieten" – mit diesem Wahlkampfspot hat sich die hessische FDP einen natürlich nicht näher bestimmbaren Anteil ihrer 16 Prozent erwirtschaftet. Dass Verbote Konjunktur haben, bedauern aber nicht nur die Liberalen zwischen Kassel und Darmstadt…
Marktwirtschaft ist gar nicht so schwer – und gar nicht so dumm. Im Gefolge der öffentlichen Kapitalismusverteufelung der letzten Wochen schlagen die Marktwirtschaftler zurück: Mit Feder, Zeichenstift und Videokamera.
Der Kampf gegen Alkohol auf unseren Straßen tobt unablässig, der gegen Rauch aus dritter Hand beginnt, Liberale bekennen sich zu politischen Jugendsünden ("Ich war in den Jungen Union!", "Ich war Pubertätslinker!"). Dies und mehr in der ersten surF-Ausgabe des Jahres.
Zum Jahresende hat eine Branche immer besonders Konjunktur – die der Wahrsager und Prognostiker. Ihr Glück ist es, dass kaum jemand 12 Monate später ihre Weissagungen überprüft, denn vielfach werden die Prognosen derart schwammig formuliert, dass sie stimmen – egal was passiert.
Darf’s ein bisschen mehr sein? So manche Krise ist als Apokalypse verkauft worden, dies passiert gerade in Bezug auf die Weltwirtschaft. Wenn die schon keine ordentliche Konjunktur hat, dann wenigstens die Apokalyptiker, die ihren Untergang voraussagen, meinen Malte Lehming und andere.
"Die Akten einer Diktatur sind die Apotheke gegen Nostalgie", sagt Joachim Gauck, "Kapital ist, bildlich gesprochen, eine Brücke zu zukünftigem Konsum", meint Michael Kastner und Olaf Gersemann vergleicht, wie gut derzeit Marx und Hayek über die Ladentheke gehen.
Die Süddeutsche Zeitung entdeckt den Neoliberalismus für sich, eine deutsche Nobelpreisträgerin sagt als Naturwissenschaftlerin klare und grundsätzliche Worte zur Politik, nach Jungunternehmern gibt jetzt auch Jüngstunternehmer, die als Leistungsträger aber vielleicht bald in die Schweiz auswandern.
Probleme mit dem Rechtsbewusstsein gibt es nicht nur bei Schwarzfahrern, die ihr Tun fälschlicherweise häufig für eine harmlose Ordnungswidrigkeit halten. Die Erkenntnis des Rechts macht auch Polizisten und Bundespräsidentenkandidaten Probleme.
"Eine Bildungsrepublik kann am Mittagessen scheitern", sagt Lord Ralf Dahrendorf, Michael Miersch empfiehlt statt Windräder Förster zu exportieren und in Neuseeland stehen Liberale vor der Regierungsbeteiligung.
Endlich - der Präsident ist gewählt. Endlich können die Schwerter des Wahlkampfs abkühlen. Und endlich kann man sich wieder ein wenig mehr, was die USA und ihr Verhältnis zu Europa anbelangt, mit den Fakten befassen statt mit den Köpfen.
Wohin man schaut, die Finanzkrise ist das Thema der Stunde. Im ZDF, bei Maybrit Illner, hieß es noch vor vier Wochen: "Weltwirtschaft am Abgrund" - nun ist die Weltwirtschaft noch immer nicht die Klippe heruntergefallen...