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surF - Liberales im Netz Nr. 170 | 16. Mai 2012

Richard Herzinger warnt davor anzunehmen, dass ideologischer Wahn in Europa der Vergangenheit angehört. Die Grünen fordern eine Frauenquote auf Wahllisten und der "Wir sind die Urheber!"-Kampagne wird vorgeworfen, keine Ahnung vom Internet zu haben.

Richard Herzinger beschäftigt sich mit den Folgen der Wahlen in Frankreich und Griechenland und warnt davor zu glauben, dass Europa gefeilt davor sei, wieder in das alte Nationalstaatendenken zu verfallen. „Auch wenn das unmöglich scheinen mag“, so Herzinger, „auch wenn ein solches Zurück nicht funktionieren kann, so heißt das doch noch lange nicht, dass es nicht irgendjemand irgendwann einmal probieren wird. Die Idee, Entwicklungen könnten nicht eintreten, weil sie der Rationalität aufgeklärter Vernunft widersprechen, war der fatale Grundirrtum des vergangenen Jahrhunderts – ein abergläubischer Irrtum, der sich in der Gegenwart zu wiederholen droht.“

Rayson kritisiert die Idee der Grünen in Baden-Württemberg, dass Parteien von Wahlen ausgeschlossen werden können, die sich nicht darum bemühen, 50% der Plätze auf Kommunalwahllisten an Frauen zu vergeben. „Diese Idee ist schlicht undemokratischer Humbug. Undemokratisch, weil der Staat von oben in die innerparteiliche Willensbildung eingreifen soll.“ Weiter heißt es: „Dass Leute, die ein derartiges Gesellschafts-Mikromanagement betreiben wollen, nicht aus ihren Ämtern gejagt werden, zeugt davon, wie geduldig der deutsche Michel noch immer die schlimmsten Experimente seiner Obrigkeit zu ertragen bereit ist. „

Der Urheberrechtsdebatte scheint kein Ende zu nehmen. Nachdem letzte Woche namhafte deutsche Autoren die Kampagne „Wir sind die Urheber!“ präsentierten, wirft Thierry Chervel ihnen nun vor, nicht zu wissen, worüber sie eigentlich reden. „Der Aufruf wird im wesentlichen von Autoren und der Literaturszene getragen, obwohl gerade diese Szene bisher am wenigsten von illegalen Downloads und kostenlos zirkulierenden Kopien betroffen ist. Die Autoren verteidigen das Urheberrecht, obwohl sie gar nicht im wesentlichen vom Urheberrecht leben. Und das Internet wird in Aufrufen und Debattenbeiträgen - wie dem von Sibylle Lewitscharoff heute in der FAZ - ausschließlich als feindliche Sphäre wahrgenommen und dargestellt.“
letzte Änderung: 16.05.2012


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