
Das Truman-Haus in Potsdam, Sitz der Geschäftsstelle der Stiftung
Die Stiftung für die Freiheit
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit wurde vor über 50 Jahren, am 19. Mai 1958 als Friedrich-Naumann-Stiftung in der Bonner Villa Hammerschmidt von Theodor Heuss, Walter Erbe, Paul Luchtenberg, Reinhold Maier, Hans Wolfgang Rubin, u. a. gegründet. Ihr Name erhielt im April 2007 den Zusatz "für die Freiheit".
Seit 2000 hat sie ihren Sitz in Potsdam. Im Gegensatz zu den anderen Politischen Stiftungen ist sie kein eingetragener Verein, sondern hat die Rechtsform einer Stiftung des privaten Rechts. Die Gründer sahen sich als Stifter und nicht als Vereinsmitglieder. Sie wollten, dass das gestiftete Vermögen dauerhaft für die Erreichung des Stiftungszwecks bestimmt bleibt, an Friedrich Naumann zu erinnern und sich der staatsbürgerlichen Bildung zu widmen.
Seminare finden in der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach statt, der 1967 gegründeten Bildungsstätte der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Darüber hinaus konzipieren und organisieren die Regionalbüros der Stiftung zahlreiche Abend- und Tagesangebote in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Landestiftungen.

Neubau der Geschäftstelle in Potsdam Die Virtuelle Akademie (Potsdam) bietet internetbasierte Seminare an, oft in Verbindung mit Präsenzveranstaltungen. 2005 und erneut 2008 wurde sie mit dem europäischen E-Learning Award EurelA ausgezeichnet. Mit der Virtuellen Akademie hat sich die Stiftung schon frühzeitig an eine Form der politischen Bildung herangewagt, die in absehbarer Zeit Standard sein wird. Die Möglichkeiten virtueller Bildung sind interessant: Seminare können zum Beispiel mit Videokonferenzen verbunden werden, zu denen Redner aus jedem Teil der Welt zugeschaltet werden. Sei es, dass hohe Reisekosten für Experten aus fernen Ländern nicht bezahlbar sind, sei es, dass Dozenten nicht die Zeit für eine Reise nach Deutschland haben ? die Virtuelle Akademie bietet ihren Teilnehmern dennoch die Möglichkeit direkter Kommunikation. So wurde eine 10-tägige internationale Konferenz zur Frage der EU-Mitgliedschaft der Türkei unter Teilnahme des früheren Staats- und Regierungschefs Süleyman Demirel veranstaltet.

Neustipendiaten vor dem Stiftungssitz in Potsdam
Zur Begabtenförderung (Potsdam) wurde im November
1973 das erste Programm mit 17 Teilnehmern aufgelegt, 2007 waren es 741.
Angeboten werden Studien- und Graduiertenförderung. Mehr als die Hälfte der
deutschen und ein Viertel der ausländischen Studenten beendeten ihr Studium mit
Auszeichnung oder Bestnote, bei den Graduierten waren es 29% der Deutschen und
14% der Ausländer, die ihr Promotionsverfahren mit Auszeichnung oder Bestnote abschließen
konnten. Nicht selten erhalten Stipendiaten der Stiftungen akademische
Auszeichnungen und Preise. Neben der
materiellen Förderung und der Unterstützung von Studien- und
Forschungsaufenthalten im Ausland bietet die Stiftung für die Freiheit ihren
Stipendiatinnen und Stipendiaten eine ideelle Förderung mit dem Ziel,
kompetentes, verantwortungsbewusstes und gesellschaftspolitisches Handeln aus
einer liberalen Grundhaltung heraus zum Gemeinwohl in Staat und Gesellschaft
einzusetzen.

Therodor-Heuss-Akademie in Gummersbach
Das bei der Stiftung ansässige 1995 gegründete Liberale Institut in Potsdam widmet sich als der Think-tank der
Friedrich-Naumann-Stiftung der Grundsatzfrage, welchen Beitrag liberale Ideen
und Prinzipien zur Gestaltung der Zukunft leisten können. Seine zuweilen unbequemen Antworten auf die
politischen Probleme der Zeit werden in Positionspapieren, Studien und
Publikationen veröffentlicht. Große öffentliche Aufmerksamkeit ziehen dabei
regelmäßig die Studien des LI auf sich ? sei es zum Thema ?Wirtschaftliche
Freiheit in den Bundesländern? oder zur Frage, wie gerecht die staatliche
Studienfinanzierung ist. Daneben befasst sich das Liberale Institut mit den
inhaltlichen Grundlagen der Stiftungsarbeit im In- und Ausland. Es pflegt Kontakte zu anderen think tank im liberalen Spektrum und
beteiligt sich so aktiv am weltweiten Austausch liberaler Ideen und
Lösungsansätze.
Das historische Gedächtnis der Liberalen befindet sich im Archiv des Liberalismus in Gummersbach. Organisationen brauchen, wie Menschen auch, ein Gedächtnis, um nicht orientierungslos zu werden. Seine Hauptaufgabe ist es, alles zu sichern, was späteren Generationen Auskunft über die Geschichte der Liberalen in Deutschland und in Europa gibt. Das können Akten, Fotos, Plakate, Ton- und Film- und Internetdokumente sein. Gerade im Jahr des 50. Stiftungsbestehens leistet das Archiv wertvolle Dienste, wenn es darum geht, das Wirken der Stiftung Revue passieren zu lassen. Viele Wissenschaftler und Studenten (vor allem Historiker und Politologen) nutzen das Archiv für ihre Forschungsarbeiten.

Das Thomas-Dehler-Haus in Berlin
Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung versteht sich
als und nennt sich Redaktion der Freiheit - sie hat weit mehr
Aufgaben zu erfüllen als eine klassisch ausgerichtete Abteilung für Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit. Die Redaktion verantwortet die Organisation zentraler
Veranstaltungen der Stiftung (z.B. Rede
zur Freiheit oder Freiheitskongress).
Sie entwickelt Konzepte, mit denen erfolgreich Marketing für die Freiheit
betrieben werden kann, vernetzt und fördert Autoren, die sich mit
freiheitlichen Texten öffentlich engagieren. Und nicht zuletzt setzt die
Redaktion mit ihrem Angebot www.freiheit.org
verstärkt auf das Internet, das immer mehr an Bedeutung für die politische
Kommunikation gewinnt. Klassische Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Eventmarketing und der Einsatz moderner Medien - diese Schlagworte beschreiben
am besten das Wirkungsfeld der Redaktion für die Freiheit. Sie hat ihren Sitz im Truman-Haus in Potsdam und im Thomas-Dehler-Haus in Berlin.





