Walter-Scheel-Ausstellung
Bundespräsident a. D.: Sein Rat wird geschätzt
Scheel ist der jüngste Altbundespräsident der Geschichte. Nicht ganz freiwillig: Die Mehrheitsverhältnisse der Bundesversammlung – eine absolute Mehrheit der CDU – ließen ihm keine Chance für eine 2. Wahlperiode.Für Scheel beginnt ein neues Leben mit neuen Aufgaben und neue Rollen. Scheel ist gefragt wie nie: Unzählige Institutionen wünschen Scheel als Vorsitzenden, Präsidenten, Redner oder Schirmherrn.
Beispiele für seine Tätigkeiten:
1985 stirbt seine Frau Mildred – wie seine erste Frau an Krebs. Es ist eine besondere Tragik – wird doch ihr Leben als Gründerin der Deutschen Krebshilfe für immer mit dem Kampf gegen Krebs verbunden sein.
Trotz dieses weiteren familiären Schicksalsschlags bleibt seine Lebenslust ungebrochen. In Köln ordnet er seine Familienverhältnisse neu. Ein neues Kapitel öffnet sich in seinem Leben, als er eine junge Frau in Ascona kennen lernt: „Barbara“ trifft er beim Golfen. Sie lernen sich schnell schätzen und lieben. Wenig später heiraten sie.
Barbara ist von Anfang an mehr an der Persönlichkeit von „Walter“ als an dessen Wirken interessiert. Die private Entwicklung führt ihn nach München, Hinterthal und nach Berlin. Beide setzen Akzente in der Kultur und genießen auch das Leben jenseits der Politik.
Scheel wird mehr denn je als Wirtschaftsexperte und auch als Vermittler
geschätzt. So ist seine Rolle als neutrales Mitglied in den Aufsichtsräten der Thyssen-Gesellschaften von großer Bedeutung für die Fusion des Konzerns zu ThyssenKrupp. Mit seiner Frau fördert er die Kinderhilfsgesellschaft PLAN International. Und nicht zuletzt nimmt
er als Ehrenvorsitzender des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit an deren Arbeit regen Anteil. Mittlerweile genießt das Ehepaar das Leben zwischen ihren Altersruhesitzen Bad Krozingen und Ascona – auch mit in einem langen politischen Leben gewonnenen Freunden.
Bis heute ist sein Interesse an Politik und das Interesse der Politik an ihm ungebrochen.
Beitrag von Barbara Scheel : "Wie kann man sich denn nur in einen Bundespräsidenten verlieben?"
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