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Walter-Scheel-Ausstellung

Bundespräsident a. D.: Sein Rat wird geschätzt

Scheel ist der jüngste Altbundespräsident der Geschichte. Nicht ganz freiwillig: Die Mehrheitsverhältnisse der Bundesversammlung – eine absolute Mehrheit der CDU – ließen ihm keine Chance für eine 2. Wahlperiode.

Für Scheel beginnt ein neues Leben mit neuen Aufgaben und neue Rollen. Scheel ist gefragt wie nie: Unzählige Institutionen wünschen Scheel als Vorsitzenden, Präsidenten, Redner oder Schirmherrn.

Beispiele für seine Tätigkeiten:

  • Ehrenvorsitzender der FDP – und damit erster Ehrenvorsitzenden seit Reinhold Maier
  • Aufsichtsratsvorsitzender der von ihm gegründeten Deutschen (Investitions- und) Entwicklungsgesellschaft (DEG)
  • Vorsitzender der Bilderberg-Konferenzen
  • Ehrenpräsident des Deutschen Künstlerbundes
  • Präsident des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen
  • Vorsitzender des Verwaltungsrates des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg
  • Vorsitzender des Gesellschafterausschusses von 4711; Beiratsmitglied der Allianz
  • Gründung der Europäischen Kulturinitiative mit Rolf Liebermann und Kurt Körber
  • Gemeinsames Konzept mit dem jungen Kardinal Ratzinger zum Europäischen Jahr der Musik

  • 1985 stirbt seine Frau Mildred – wie seine erste Frau an Krebs. Es ist eine besondere Tragik – wird doch ihr Leben als Gründerin der Deutschen Krebshilfe für immer mit dem Kampf gegen Krebs verbunden sein.

    Trotz dieses weiteren familiären Schicksalsschlags bleibt seine Lebenslust ungebrochen. In Köln ordnet er seine Familienverhältnisse neu. Ein neues Kapitel öffnet sich in seinem Leben, als er eine junge Frau in Ascona kennen lernt: „Barbara“ trifft er beim Golfen. Sie lernen sich schnell schätzen und lieben. Wenig später heiraten sie.

    Barbara ist von Anfang an mehr an der Persönlichkeit von „Walter“ als an dessen Wirken interessiert. Die private Entwicklung führt ihn nach München, Hinterthal und nach Berlin. Beide setzen Akzente in der Kultur und genießen auch das Leben jenseits der Politik.

    Scheel wird mehr denn je als Wirtschaftsexperte und auch als Vermittler
    geschätzt. So ist seine Rolle als neutrales Mitglied in den Aufsichtsräten der Thyssen-Gesellschaften von großer Bedeutung für die Fusion des Konzerns zu ThyssenKrupp. Mit seiner Frau fördert er die Kinderhilfsgesellschaft PLAN International. Und nicht zuletzt nimmt
    er als Ehrenvorsitzender des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit an deren Arbeit regen Anteil. Mittlerweile genießt das Ehepaar das Leben zwischen ihren Altersruhesitzen Bad Krozingen und Ascona – auch mit in einem langen politischen Leben gewonnenen Freunden.

    Bis heute ist sein Interesse an Politik und das Interesse der Politik an ihm ungebrochen.


    Beitrag von Barbara Scheel : "Wie kann man sich denn nur in einen Bundespräsidenten verlieben?"

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    letzte Änderung: 15.09.2009


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