Das Kongressgebäude in Buenos Aires
Argentinien - auf der Suche nach seinen politischen Institutionen
Die Stiftung ist in Argentinien seit der Re-Demokratisierung im Jahre 1983 vertreten. Bis Ende der 90-Jahre arbeitete die Stiftung mit der Union Cívica Radikal UCR (Radikale Bürgerunion) und seit dem Jahr 2002 mit der Partei RECREAR unter Führung von Ricardo Lopez Murphy.2005 hat die Stiftung über ihre Zusammenarbeit mit RCREAR hinaus begonnen, eine systematische Arbeit mit zentristischen Oppositionsparteien aufzubauen. Dieser Ansatz folgt der Notwendigkeit, einen kraftvollen Gegenpol zu den übermächtigen Peronisten zu schaffen. Diese Bemühungen werden bis heute fortgeführt; verlagert hat sich das Schwergewicht der Aktivitäten von der Partei Recrear auf den Koalitionspartner innerhalb der Koalition PRO, Compromiso para el Cambio („Verpflichtung für den Wechsel“) sowie auf die Coalición Cívica (Bürgerkoalition), eine linksliberale Parteigruppierung, die in den letzten Wahlen immerhin 24 Prozent der Stimmen erhielt.
Im Rahmen dieser Oppositionsarbeit ist besonders die Arbeit mit den Verbänden der Parteijugend hervorzuheben, die regelmäßig über nationale Veranstaltungen zusammengeführt werden und deren Wissen und Konsens zu liberalen Politiken dadurch konsolidiert wird.
New Public Management (moderne Gemeindearbeit) und Public Private Partnership (PPP) sind weitere wichtige Arbeitsbereiche der Stiftung in Argentinien mit Schwerpunkten vor allen in den urbanen Subzentren des Landes. PPP ist ein Aspekt von Bürgerpartizipation, Wettbewerb und Management, der im Jahr 2008 als neue Projektkomponente in die Arbeit in den Gemeinden eingeführt wurde. Diese Projektlinie dient den Bemühungen der Stiftung um die Stärkung des föderalen Systems in Lande, der Dezentralisierung, sowie einer bürgernahen Gemeindearbeit.
Dritte Säule der Arbeit in Argentinien ist die bewährte Kooperation mit Think-thanks wie der Stiftung Atlas 1853 mit Sitz in Buenos Aires und des Red Libertad (Netzwerk liberaler Stiftungen) mit Sitz in Rosario , in dem über zehn Stiftungen im Lande zusammengeschlossen sind. Höhepunkt der Maßnahmen mit Think-tanks war im Jahr 2008 die Veranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum der Fundación Libertad, die in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk RELIAL, dem Netz liberaler Think-tanks, Parteien und Persönlichkeiten in Lateinamerika, in Rosario durchgeführt wurde.
Die Arbeit in den drei Themenschwerpunkten der Stiftung in Argentinien wird abgerundet durch die sehr erfolgreichen Maßnahmen der politischen NGOs Centro de Implementación de Políticas Públicas para la Equidad y el Crecimiento CIPPEC (Zentrum für Implementierung von öffentlichen Politiken für Ausgleich und Wachstum) und Poder Ciudadano. Im Rahmen von politischer Laufbahnschulung werden Stadtbeiräte aus dem ganzen Land fortgebildet, während bei Poder Ciudadano der Bereich Pressefreiheit einschließlich der Abhängigkeit der Medien von öffentlichen Werbeausgaben untersucht wird.
Die übrigen Initiativen und Maßnahmen der Stiftung in Argentinien widmen sich Themen wie der Energiesicherheit, dem Rechtsstaat, dem Recht auf Eigentum, der kritischen Analyse der Staatsphilosophie der Regierung, der Förderung von politischen Parteien und der Stärkung des Parlamentarismus.




