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Seminar  mit dem Seminarleiter Manfred Richtern und der Partei HSLS in Dubrovnik
Seminar mit dem Seminarleiter Manfred Richtern und der Partei HSLS in Dubrovnik

Unsere Projektarbeit in Serbien, Montenegro, Kosovo, Albanien, Bosnien-Herzegowina und Kroatien (Subregion Westbalkan)

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ist seit über zehn Jahren auf dem Westbalkan tätig. Die politische Bildungsarbeit in dieser Region, zu der Serbien, Kosovo, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Albanien und Kroatien gehören, wird vom Projektbüro in Belgrad aus (Serbien) koordiniert. Darüber hinaus unterhält die Stiftung in Sarajewo (Bosnien-Herzegowina) und Pristina (Kosovo) ein Ortskraftbüro.

 

Seit Beendigung des Bürgerkrieges in Ex-Jugoslawien und dem Einsetzen eines demokratischen Wandlungsprozesses begleitet die Stiftung für die Freiheit die Staaten dieser Region auf ihrem mitunter turbulenten Weg zu europäischen Rechtsstaaten.

 

Um eine politische Stabilisierung und eine Demokratisierung der Gesellschaften auf dem Balkan langfristig sichern zu können, bedarf es sowohl der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Annährung an die Europäische Union, als auch der Ausgestaltung der regionalen Zusammenarbeit zwischen den Westbalkanstaaten. Gemeinsam mit ihren liberalen Partnern unterstützt die Stiftung für die Freiheit deshalb mit ihren Bildungs- und Beratungsangeboten insbesondere pro-europäische Reformbemühungen und die Stärkung der Zivilgesellschaft in diesen Ländern.

 

Die Schwerpunkte der Projektaktivitäten auf dem Westbalkan zielen auf die europäische Integration der Region, den Auf- und Ausbau von Netzwerken liberaler Mandatsträger und deren regionaler Vernetzung bzw. internationaler Kooperation sowie die Förderung des interethnischen Dialogs. Dabei stellt für die Stiftung die Zusammenarbeit mit Nachwuchspolitikern der Krisenregion eine besondere Herausforderung dar.

 

Das Projekt Westbalkan ergänzt seit 2008 seine Angebot mit internetgestützten Bildungsveranstaltungen. Mit der Reihe ?E-SEM? kommen seither Blended-Learning-Konzepte und neue Medien zum Einsatz.


Projekt Kroatien


Die Stiftung für die Freiheit ist in Kroatien seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1991 aktiv. Sie hat wesentlich zum Vollendung des Konzentrationsprozesses innerhalb des organisierten Liberalismus beigetragen. Die liberale Kroatische Volkspartei (HNS) und die Sozialliberale Partei (HSLS) sind im Parlament in Kroatien vertreten. Beide Parteien haben sich in den Jahren als potente Partner der Stiftung etabliert.

 

Seit 1997 fördert die Stiftung für die Freiheit den kroatisch-serbischen Dialog zwischen Historikern. Im Rahmen der bislang zehn Treffen, tauschten sich die renommiertesten Geschichtsschreiber beider Völker, über Berührungspunkte einer gemeinsamen zeitgenössischen Geschichte, wiederholt aus. Im Rahmen des Historikerdialogs wurden bislang 11 Bände mit wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlicht.

 

Das Projekt Westbalkan setzt sich in Kroatien für den Aufbau eines Netzwerks von liberalen Kommunalpolitikern aktiv ein. Dieses soll nach Vorbild der bereits bestehenden Netzwerke LiberNet in Serbien und MandatNet in Bosnien-Herzegowina entstehen.



Projekt Serbien

 

Besuch einer Delegation der liberalen Kommunalpolitiker nach Brüssel, Februar 2008
Besuch einer Delegation der liberalen Kommunalpolitiker nach Brüssel, Februar 2008
In Serbien liegt der Schwerpunkt der Stiftungsarbeit in Bereichen Kommunal-, Jugend- und Europapolitik. Bei ihrer politischen Bildungstätigkeit setzt die Stiftung nicht ausschließlich auf herkömmlichen Instrumenten. In geeigneten Themenbereichen kommen vermehrt neue Konzepte zum Einsatz.

 

Kommunalpolitik: Das in 2006 gegründete Netzwerk liberaler Mandatsträger, LiberNet, besitzt inzwischen über 50 Mitglieder. Die Kommunalpolitiker werden über das Netzwerk regelmäßig in Veranstaltungen der Stiftung eingebunden. Zurzeit arbeiten mehrere Arbeitsgruppen von LiberNet an einer Broschüre zum Thema Lokalpolitik in Serbien. Die Broschüre mit dem Titel "Eine erfolgreiche liberale Lokalpolitik in Serbien" soll Ende 2009 im Europäischen Parlament vorgestellt werden.

 

E-Seminar über die EU-Integration in Gornji Milanovac, 2008
E-Seminar über die EU-Integration in Gornji Milanovac, 2008
Europapolitik: Das Projekt Serbien ergänzt seit 2008 seine Angebot mit internetgestützten Bildungsveranstaltungen. Mit der Reihe "E-SEM" bietet die Stiftung für die Freiheit die Blended-Learning Seminare zum Thema Europa an, wobei auch die neuen Medien zum Einsatz kommen. Die Symbiose aus Präsenzveranstaltung und internetgestützten Lernen ermöglicht es einer breiten Zielgruppe, sich über Wochen hinweg an Bildungsveranstaltungen der Stiftung interaktiv zu beteiligen.

 

LDP-Konferenz in Belgrad, 2008
LDP-Konferenz in Belgrad, 2008
Jugendpolitik: Bei ihrer Arbeit mit Nachwuchspolitikern setzt die Stiftung vor allem auf Partei- und regionalübergreifende Konzepte. Der sehr erfolgreiche Serbisch-Albanischer Dialog zwischen Nachwuchspolitiker (2005- 2006) diente als Model für eine im Frühling 2009 gestartete Dialogveranstaltungsreihe mit jungen Bosniaken und Serben.

 

Das Projektbüro Belgrad arbeitet mit der Liberaldemokratischen Partei seit ihrer Gründung in November 2005 eng zusammen.



Projekt Kosovo

 

KFOR-Soldat im Gespräch mit Ulrich Niemann, Regionalbüroleiter für MSOE und Dr. Christian Christ-Thilo, Projektleiter für Westbalkan
KFOR-Soldat im Gespräch mit Ulrich Niemann, Regionalbüroleiter für MSOE und Dr. Christian Christ-Thilo, Projektleiter für Westbalkan
Die politische Szene im Kosovo entwickelt sich seit 1999 sehr dynamisch. Zu den politischen Partnern der Stiftung für die Freiheit gehören die Parteien PLK, AKR und ALP. Neben der Durchführung von Bildungsveranstaltungen in Eigenregie, beteiligt sich die Stiftung für die Freiheit an Gemeinschaftsprojekte mit liberalen Organisationen (NDI und SILC). Das Projektbüro in Pristina verfügt seit Jahren über ausgezeichnete Beziehungen zur OSZE.

 

Der Fokus der Stiftungsarbeit im Kosovo liegt auf der programmatischen und inhaltlichen Beratung der Partner, sowohl auf der überregionalen und internationalen Vernetzung liberaler Entscheidungsträger. 



Projekt Bosnien-Herzegowina

 

Die enge Partnerschaft mit der Liberaldemokratischen Partei (LDS) und ihrer Jugendorganisation (MLBiH) besteht seit über neuen Jahren. Die Tätigkeit des Netzwerkes liberaler Kommunalpolitiker (MandatNet), an dem sich inzwischen auch Mandatsträger anderer Parteien der politischen Mitte regenmäßig beteiligen, stärkt den politischen Austausch und die Kooperation  liberaler Akteure auf lokaler Ebene.  

 

Die bosnischen Liberaldemokraten haben ihre Eingliederung in regionale, europäische und internationale liberale Netzwerke und Organisationen erfolgreich abgeschlossen.

 

 

Projekt Montenegro

 

Der Hauptpartner der Stiftung in Montenegro ist die Liberale Partei Montenegros (LPCG). Sie hatte in den vergangenen Jahren eine tragende Rolle auf der politischen Szene des Landes gespielt. Aufgrund zahlreicher Fehltritte folgte ein steiler Absturz, den die Parteispitze nicht zu stoppen wusste. Im März 2009 wurde die LPCG aus dem Parlament herausgewählt. Inzwischen hat eine programmatische und strukturelle Erneuerung der Partei begonnen. Die Stiftung für die Freiheit unterstützt diesen Neuanfang bislang tatkräftig.

 

Ein liberales Frauennetzwerk befindet sich derzeit seiner Anfangsphase. Die Gründung eines kommunalen Netzwerks nach dem Vorbild von LiberNet und MandatNet ist in Vorbereitung.



Projekt Albanien

 

Zurzeit sind für die ständige Projektarbeit in Albanien keine Voraussetzungen gegeben. Die Entwicklungen im Lande werden von den Projektbüros in Belgrad und Pristina verfolgt.


Subregion Westbalkan
Aktuelle politische Berichte
Hier finden Sie aktuelle politische Berichte aus der Subregion Westbalkan.
Kontakt

Unser Büro in Belgrad:

 

Postanschrift:

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Projektbüro Belgrad (Subregion Westbalkan)

Bul. Kn. Aleksandra Karadjordjevica 13/A8

11000 Belgrad, Serbien

 

Telefon/Fax: +381 11 306 68 24

 

E-Mail: christian.christ-thilo@fnst.org

 

Internet: www.westbalkan.fnst.org

 

Projektleiter: Dr. Christian Christ-Thilo