
Zu Gast in Brüssel
Unsere Projektarbeit in Armenien, Aserbaidschan und Georgien (Subregion Südkaukasus)
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat ihre Tätigkeit im Südkaukasus 1996 mit politischen Bildungsveranstaltungen in Aserbaidschan begonnen. Seit 1998 werden darüber hinaus regelmäßig Dialogveranstaltungen mit Teilnehmern aus allen drei südkaukasischen Staaten durchgeführt. Im Jahr 2002 wurde die Projektarbeit auch auf Armenien und Georgien ausgedehnt.Im Mittelpunkt der Stiftungsarbeit stand und steht die Unterstützung des Transformationsprozesses zu Demokratie, Rechtsstaat und Marktwirtschaft. Durch Politikberatung, politische Bildung und Politikdialog sollen engagierte Demokraten herangebildet und in die Lage versetzt werden, den politischen Willensbildungsprozess besser zu verstehen und zu beeinflussen. Sie sollen am Auf- und Ausbau politischer Parteien und anderer demokratischer Institutionen mitwirken und liberale Lösungen für die Entwicklung ihrer Länder erarbeiten.

Liberale Jugend Thematisch ist in der Projektkonzeption die gesamte Bandbreite der Grundlagen und Aspekte liberaler Demokratie vorgesehen. Priorität haben dabei jedoch die Themen "Marktwirtschaft und Rechtsstaat", "Konfliktmanagement und Konfliktlösung" sowie "Kooperation der südkaukasischen Staaten mit den europäischen und euro-atlantischen Strukturen". Für Partnerorganisationen der Stiftung werden auch Weiterbildungsveranstaltungen zum den Thema "Kampagnenmanagement und politische Kommunikation" angeboten.
Zielgruppen sind in erster Linie politische und administrative Eliten sowie Führungs- und Führungsnachwuchskräfte der Parteien und der Bürgergesellschaft. Insbesondere richtet sich die Projektarbeit an junge, reformorientierte Kräfte aus den Parteien und Medien der bürgerlichen Mitte. Zu unseren Partnern im Südkaukasus gehören u. a. die Partei Musavat und die Azerbaijan Liberal Youth Association in Aserbaidschan, die Armenische Nationale Bewegung und das Center for Legal & Political Studies "Concord" in Armenien sowie die Republikanische Partei und die New Economic School in Georgien. Angestrebt wird in allen drei Staaten, eine Plattform für den politischen Dialog in zu schaffen, an dem sich Regierungs- und Oppositionsparteien gleichermaßen beteiligen.

Konferenz "Multilateral Security" Als Instrumente unserer Arbeit in den drei Ländern haben sich Konferenzen, Seminare und Seminarreihen, Workshops und Trainingsveranstaltungen, dazu Studien- und Informationsreisen, regionale und internationale Dialogforen, die Erarbeitung von Schulungsmaterial, Kurzzeitberatungen und Publikationen bewährt.
Besonders wichtig für die Zielerreichung ist der länderübergreifende Ansatz der Projektkonzeption für den Südkaukasus, weil damit ein Beitrag zur Lösung der vielfältigen Konflikte und zur politischen Stabilität in der Krisenregion geleistet werden kann.
Schwerpunkte der Projektarbeit sind derzeit vor allem die Unterstützung der Partner bei der Schaffung der Rahmenbedingungen für eine stabile Friedensordnung in der Region und für die aktive Mitarbeit in den europäischen Institutionen. Weiterhin sind Aktivitäten zur Verbesserung der Voraussetzungen für In- und Auslandsinvestitionen, zur regionalen Wirtschaftskooperation im Südkaukasus und zu Minderheitenfragen geplant. Fortgeführt werden soll darüber hinaus der Jugendaustausch zwischen Deutschland und den drei südkaukasischen Staaten.



