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150 Jahre Friedrich Naumann
Vor 150 Jahren, am 25. März 1860, wurde der Namensgeber unserer Stiftung, Friedrich Naumann, in Störmthal bei Leipzig, geboren. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit erinnert mit verschiedenen Beiträgen und Veranstaltungen an den liberalen Politiker.
Schon den 100. und den 125. Geburtstag ihres Stiftungspatrons hatte die Stiftung in Heilbronn begangen. Von daher lag es nahe, auch den 150. Geburtstag von Friedrich Naumann dort zu feiern, wo er und sein "Wahlkampfmanager" Heuss 1907 einen großen Triumph erlebt hatten.
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat ihren Namensgeber an dessen 150. Geburtstag in Potsdam gewürdigt. Professor Philippe Alexandre (Nancy) hielt vor Mitarbeitern und dem Kuratorium der Stiftung einen Vortrag zum Thema „Friedrich Naumann und Frankreich“.
Anlässlich seines 150. Geburtstages erinnerte die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und die liberale sächsische Wilhelm-Külz-Stiftung an seinem Geburtsort Störmthal mit einer Vortragsveranstaltung an den bedeutenden liberalen Politiker und Pfarrer, der 1907 in den Reichstag einzog.
Unmittelbar vor dem150. Geburtstag hat die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit eine recht umfangreiche Sammlung von Autographen und Photodokumenten ihres Namensgebers erwerben können, die nun im Archiv des Liberalismus in Gummersbach aufbewahrt werden.
Als Sohn und Enkel sächsischer Pfarrer besuchte Friedrich Naumann die Fürstenschule St. Afra in Meißen und studierte der Familientradition entsprechend Theologie in Leipzig und Erlangen. Ursprünglich konservativ sozialisiert, kam er als kirchlicher Sozialarbeiter und Pfarrer im sächsischen Industrierevier mit sozialen Problemen in enge Berührung.
Die Wilhelminische Epoche und die Katastrophe des Ersten Weltkriegs waren für die Entwicklung des jungen Theodor Heuss in vielfacher Hinsicht prägend. In der Lesung werden Briefe von Heuss verlesen und kenntnisreich kommentiert.
Als 1958 ein Kreis Liberaler um Theodor Heuss eine Stiftung für liberale Politik gründete, stand für den damaligen Bundespräsidenten fest, dass diese nach Friedrich Naumann, seinem verehrten Lehrer und Mentor, benannt werden solle. Doch: Wer war eigentlich Friedrich Naumann?
„Viele Jahre eigenen Lebens und Hoffens gehen mit ihm hin.“ Mit diesen Worten kondolierte der große Gelehrte Max Weber Friedrich Naumanns Witwe, als er vom Tod seines langjährigen Freundes und politischen Mitstreiters erfahren hatte.
Wolf-Dieter Zumpfort, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Stiftung, Rolf Berndt, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied, sowie Hinrich Enderlein und Heinz Lanfermann, Mitglieder des Kuratoriums, haben einen Kranz an Naumanns Grab niedergelegt.