Walther-Rathenau-Kolleg

Walther Rathenau Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF) und das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien (MMZ) vergeben im nach Walther Rathenau benannten Graduiertenkolleg Promotionsstipendien zum Thema "Liberalismus und Demokratie. Zur Genealogie und Rezeption politischer Bewegungen von der Aufklärung bis zur Gegenwart".
Das Kolleg erinnert an den liberalen Industriellen, Publizisten und Politiker Walther Rathenau (1867-1922). Auch wenn die Erforschung seiner Biographie nicht im Vordergrund des Kollegs steht, so fokussiert sich in Rathenaus Leben und Werk sowohl deutsche Ideen- und Demokratiegeschichte als auch deutsch-jüdische Geschichte in einzigartiger Weise und bietet damit den idealen Rahmen für den gewählten Themenschwerpunkt "Liberalismus und Demokratie".
Themen des Kollegs
Das interdisziplinär angelegte Thema eröffnet Möglichkeiten für verschiedene Forschungsansätze. So werden Dissertationen gefördert, die im Zusammenhang mit Liberalismus und/ oder demokratischen Bewegungen seit dem 18. Jahrhundert stehen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Themenbereichen:- Krise und Zukunft des demokratischen Verfassungsstaates
- Kontinuitäten und Diskontinuitäten im europäischen Nachkriegsliberalismus
- Die Entstehung und Entwicklung einer bürgerlichen Frauenbewegung vor dem Hintergrund der Liberalisierung europäischer Gesellschaften
- Liberaldemokratische Erinnerungskulturen im europäischen Vergleich
- Jüdische Biographien in den liberalen Bewegungen
Bewerbungsbedingungen
Das Stipendium wird für zwei Jahre (Verlängerung um ein weiteres Jahr möglich) gewährt. Mit dem Stipendium ist die kontinuierliche Teilnahme am Studienprogramm und den Veranstaltungen des Graduiertenkollegs sowie der ideellen Förderung der FNF verbunden.
Die FNF und das MMZ bieten den Promovierenden ein attraktives wissenschaftliches Umfeld durch die gute Vernetzung mit Berliner und Brandenburger Hochschulen. Die Promovierenden müssen sich wahlweise an den drei beteiligten Hochschulen (Humboldt Universität zu Berlin, Freie Universität Berlin und Universität Potsdam) einschreiben.
Die am Kolleg beteiligten Professoren werden entsprechend der Fachgebiete die Doktorvaterschaft übernehmen. Sollten Sie bereits einen Doktorvater oder eine Doktormutter haben, werden wir prüfen, inwiefern Ihr Promotionsvorhaben in das Kolleg aufgenommen werden kann. Das Kolleg ist so aufgebaut, dass Sie mit einer Promotionsidee starten, also noch keine wesentlichen Forschungsarbeiten diesbezüglich geleistet haben.
Die erfolgreichen Bewerber verfügen über einen überdurchschnittlichen Hochschulabschluss in einem der folgenden Fächer (Geschichte, Jüdische Studien, Kultur-, Literatur-, Politik-, Rechts-, Sozial- sowie Wirtschaftswissenschaften) und zeichnen sich zudem durch herausragendes gesellschaftliches Engagement aus liberaler Grundhaltung aus.
Bewerbungsverfahren
Ihre Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsbogen sowie Lebenslauf, Zeugniskopien, wiss. Werdegang, Exposé des Forschungsprojektes von ca. 3 Seiten, zwei Namen von Referenzen (kein Empfehlungsschreiben) richten Sie bitte per Mail an stipendium @ freiheit.org
Für Fragen steht Ihnen Frau Dr. Elke-Vera Kotowski zur Verfügung telefonisch unter 0331/28094-12 oder per E-Mail kotowski @ uni-potsdam.de
Der Bewerbungstermin für das Jahr 2011 ist der 15. Dezember 2011 (Poststempel). Das nächste Auswahlgespräch findet vom 24. bis 26. Februar 2012 in der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach statt.
Alle Unterlagen für Ihre Bewerbung finden Sie hier zum download. Die erforderlichen PDF-Formulare sind im Winzip-Format verlinkt.
Bitte beachten Sie auch, dass Sie mindestens den "Acrobat Reader 9" benötigen, um die ausgefüllten Dokumente abspeichern zu können.
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