surF - Liberales im Netz Nr. 12 | 28. Januar 2009
Sind Kabarettisten per se links? Möchte man meinen, wenn man so den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verfolgt. Aber plötzlich taucht einer auf, der sogar mit dem Begriff Neoliberalismus umgehen kann. Nicht nur richtig – auch noch humorvoll! Die Rede ist von Vince Ebert, der sich selbst als „lustigsten Physiker Deutschlands“ bezeichnet und mit seinem Buch „Denken Sie selbst! Sonst tun es andere für Sie“ beachtliche Erfolge feiert (Platz 3 der Spiegel-Online-Bestsellerliste). In seinem Beitrag über den Neoliberalismus (Das böse Wort mit „N“) schreibt Ebert, würde Ludwig Erhardt heute noch im Amt sein, „dann wäre der ‚Vater der sozialen Marktwirtschaft’ etwa so beliebt wie Guido Westerwelle im Körper von Josef Ackermann.“Dass Satire nicht den Profis vorbehalten ist, zeigte sich am vergangenen Wochenende in der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach. Die dort versammelten liberalen Blogger sahen sich vor die Aufgabe gestellt, sich mit dem Thema „Videopodcasting“ zu beschäftigen. Vielleicht inspiriert durch die surF-Ausgabe der Vorwoche produzierten Sie innerhalb von drei Stunden ein Video, das sich mit dem Thema „Verbotswahn“ auseinandersetzte. Sie sind doch auch dafür, dass Schokolade verboten wird?
Während eine dänische Firma es ihren Angestellten verbietet, auf dem Betriebsgelände das Wort „Krise“ in den Mund zu nehmen, stellen wir weiter Diskussionsbeiträge zur Debatte. Diesmal von Harold James, Professor für Geschichte und internationale Angelegenheiten an der Woodrow Wilson School der Princeton University und Professor für Geschichte am European University Institute, Florenz. In der derzeit häufig von Inflationsängsten geprägten Debatte beschäftigt sich sein Einwurf mit dem Thema „Deflation und Demokratie“.





