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surF - Liberales im Netz Nr. 05 | 26. November 2008

Die Süddeutsche Zeitung entdeckt den Neoliberalismus für sich, eine deutsche Nobelpreisträgerin sagt als Naturwissenschaftlerin klare und grundsätzliche Worte zur Politik, nach Jungunternehmern gibt jetzt auch Jüngstunternehmer, die als Leistungsträger aber vielleicht bald in die Schweiz auswandern:


Die Süddeutsche Zeitung benutzt den Begriff des "Neoliberalismus" im Regelfall so wie der Mainstream: als abwertende Bezeichnung, die nichts mit seiner Herkunft zu tun hat. Um so erstaunlicher ist es, dass nun ausgerechnet dort Marc Beise Gelegenheit erhält, eine Erklärung für den Begriff zu liefern, die schon eher in die richtige Richtung geht. Dass "Neoliberalismus" künftig "nachhaltig" richtig gebraucht wird, darf von den Gegnern des inflationär gebrauchten Begriffes "Nachhaltigkeit", die sehr oft (echte) Neoliberale sind, bezweifelt werden - die Debatte ist nicht ganz neu. Ergänzt wird der Beitrag durch einen Artikel über die Mont Pèlerin Society von Gerd Zitzelsberger.

Ein Interview mit einer Nobelpreisträgerin der Medizin verspricht in der Regel Erkenntnisse zum Thema Gesundheit und Forschung. Anders jetzt im Focus. Dort steht ganz schnell die Politik im Vordergrund: „Grüne Gentechnik ist vorteilhaft“, sagt Christiane Nüsslein-Volhard, Nobelpreisträgerin der Medizin, dennoch setzt sie sich nicht durch, weil es Gruppierungen wie Greenpeace gibt, „die ihre Ideologie über alles setzen“.

Der Diskussion um die Finanzmarktkrise ist anzumerken: Fundierte Kenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge sind – insbesondere unter Schülern – in Deutschland eher marginal. Dabei haben Kinder wunderbare Geschäftsideen – wie sich vor allem auf Flohmärkten häufig zeigt. Das Hamburger Projekt von Judith Wilske unterstützt deshalb sogar Siebenjährige, eine Firma zu gründen. Auf einer Messe zeigten die Jüngstunternehmer nun ihre Pläne erstmals öffentlich, berichtet Spiegel-Online.

Integrationsprobleme mal andersherum betrachtet: Jörg Janssen beschäftigt sich bei ef-online mit der Einwanderung der Deutschen in die Schweiz, die nennenswerte Ausmaße hat und den Problemen der Deutschen in ihrem neuen Heimatland. Auch die Parallelen, die der Autor zur Ost-West-Migration aus den Zeiten der deutschen Teilung zieht, sind interessant und bedenkenswert: „Es sind gerade die Leistungsfähigsten und -willigsten, die mit den Füßen abstimmen.“
letzte Änderung: 01.12.2008


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