surF - Liberales im Netz Nr. 02 | 05. November 2008
Endlich - der Präsident ist gewählt. Endlich können die Schwerter des Wahlkampfs abkühlen. Und endlich kann man sich wieder ein wenig mehr, was die USA und ihr Verhältnis zu Europa anbelangt, mit den Fakten befassen statt mit den Köpfen.Gängige Meinung hierzulande - nicht erst seit George W. Bush - ist dies: "Amerika glaubt an den ungehinderten Markt, Europa akzeptiert den Kapitalismus, bändigt aber dessen Exzesse. Wegen der dominierenden Stellung des Marktes wird in den USA nicht so viel Rücksicht auf die Umwelt genommen wie in Europa. Amerikaner sind konkurrenzorientiert, Europäer solidarisch." Eine Studie zeigt nun, dass die Unterschiede in Wirklichkeit gering sind. Ihr Autor, Peter Baldwin, ist Professor für Geschichte an der University of California, Los Angeles. "Wenn wir von den Meinungsumfragen wegkommen und uns den realen Verhältnissen zuwenden", schreibt Baldwin in der Weltwoche, "werden die vermeintlich dramatischen Gegensätze zwischen amerikanischer und europäischer Religiosität noch unbedeutender."
Tiefe und kundige Einblicke in die USA gibt übrigens der Blog USA erklärt, der neben politischen Beiträgen wie "Das Finanzrettungspaket als Beispiel für die US-Gesetzgebung" auch "Die unerwarteten Auswirkungen der Panzerung beim American Football" abhandelt.
In mancherlei Dingen werden die USA tatsächlich ihrem Ruf gerecht - dazu gehört, in Sachen Internet und Multimedia uns Europäern immer ein Stückchen voraus zu sein. So verwundert es nicht, dass der achtminütige Zeichentrickfilm "The Philosophy of Liberty" aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten stammt - viel Spaß:





