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surF - Liberales im Netz Nr. 136 | 21. September 2011

"Vom Feeling her hab' ich ein gutes Gefühl", sagte einst der Fußball-Profi Andy Möller. Diesem unnachahmlichen Statement könnten sich in dieser Woche die Piraten anschließen und durchaus auch die Betreiber von Atomkraftwerken in den Nachbarländern des atommüden Deutschland.

Zettel hat Beispiele dafür zusammengetragen, wie der deutsche Atomstrom ersetzt wird. Wie nicht anders zu erwarten war durch tschechischen Atomstrom und französischen. Oder durch polnischen Kohlestrom. Besonders hübsch das ein Beispiel aus Österreich: "Importierter Atomstrom wird dazu verwendet, Wasser in große Höhe zu pumpen (Pumpspeicherkraftwerke). Damit werden dann Turbinen betrieben. Die Energie kommt aus der Nutzung der Atomkraft. Aber deklariert wird das als sauberer Strom aus Wasserkraft." "Vom Feeling her hab' ich ein gutes Gefühl", sagte einst der Fußball-Profi Andy Möller, und das ist es wohl auch, was die Bundesbürger in Sachen Atomkraft haben, fern der Realität.

In Berlin reibt man sich die Augen angesichts des Erfolgs der Piratenpartei. Interessant, dass FDP-Chef Rösler für die Nennung aller möglichen Alternativen in der Staatsschuldenkrise Populismus vorgeworfen bekommt, eine Partei wie die Piraten dagegen nicht, die ein bedingungsloses Grundeinkommen fordert, dazu freies Breitband-Internet für alle, kostenlose öffentliche Verkehrsmittel, Kitas, Schulen und Unis und deren führender Vertreter die Schuldenlast Berlins etwa um den Faktor 1.000 nach unten verschätzt:



Das passt zu Berlin. Thomas Baader fällt dazu nur ein Begriff ein: Eine populistische Männerpartei. Das passende Fußballer-Zitat kommt von George Best: „Ich habe viel Geld für Alkohol, Frauen und Autos ausgegeben, den Rest habe ich einfach verprasst.“

Ansonsten bleibt die Hoffnung, gerade im Hinblick auf die historische Verantwortung unseres Landes, die Spaltung der Gesellschaft in arm und reich zu überwinden und immer daran zu denken: Die Schulden von heute sind die Steuern von morgen. Es gilt, vor diesem Hintergrund die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das erwarten die Menschen vor Ort. Wir müssen eine Antwort geben in Verantwortung für Europa. Wir stehen vor historischen Herausforderungen.

Das waren diesmal keine Fußballer-Zitate, sondern sieben gängige aus der Politik. Viel mehr davon auf der Seite Bundestagsfloskeln.
letzte Änderung: 20.09.2011


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