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surF - Liberales im Netz Nr. 121 | 01. Juni 2011

Beruht die Häufung von EHEC-Fällen auf konventioneller oder biologischer Landwirtschaft? Um diese Frage dreht es sich in einigen liberalen Blogs, die sich in dieser Woche intensiv mit "Gurkushima" befassen.

"Auffällig bei der Berichterstattung über die EHEC-Fälle und ihre Ursachen in den Medien", so Steffen Hentrich, "ist die nebulöse Art mit der man versucht nach den Quellen der Infektion zu suchen. Statt das Kind beim Namen zu nennen und darauf hinzuweisen, dass vor allem durch die in der Biolandwirtschaft verbreiteten organischen Düngemittel gefährliche Keime auf das Gemüse gelangen können, wird wieder zu einer Breitseite gegen die industrielle Landwirtschaft und den Einsatz von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln per se gegriffen."

Auch Michael Miersch erinnert an das Dogma der "bösen Chemie". Als im Januar der so genannte Dioxin-Ei-Skandal für Angst und Schrecken sorgte, sei kein einziger Eier-Esser krank geworden. "Für Schlagzeilen sorgen selbst minimale Pestizidreste auf Gemüse, obwohl erwiesen ist, dass die menschliche Gesundheit davon keinen Schaden nimmt. Noch fettere Schlagzeilen verursacht die Gentechnik, von der niemand auch nur ein Pickel bekommen hat."

"Im Gegensatz zur opferlosen "Katastrophe" in Fukushima", so Johann Grabner, "sind an E. coli. O104 tatsächlich Menschen gestorben und es kann im Gegensatz zu Fukushima, wo es auch in 10 Jahren keinen Todesfall geben wird, in Europa noch zu weiteren so schweren Verlaufsformen der Erkrankung kommen." Grabners Einschätzung: "Das ist allerdings seit Jahrzehnten der Normalfall, die EHEC/STEC sind gute Bekannte der Gesundheitsbehörden und Hysterie lenkt von weit tödlicheren Bakterien ab, wie Krankenhauskeimen. So schätzt die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene die Anzahl der Todesfälle durch MRSA auf 40.000 jährlich."
letzte Änderung: 30.05.2011


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