surF - Liberales im Netz Nr. 17 | 04. März 2009
Während die Politik allerorten überlegt, ob sie nun doch noch Autos und Spielzeugeisenbahnen bauen oder Unterhosen herstellen soll, diskutieren Experten so manche grundlegende Reform, die selbst Talkshowgäste von Anne Will sprachlos machen würde. Zum Beispiel: Die Privatisierung des Geldes.Neu ist die Idee nicht, sie wurde in den 70er Jahren heftig diskutiert, als F.A. von Hayek seine Schrift über die Entnationalisierung des Geldes in den Ring warf. In der neuen Ausgabe der Vierteljahresschrift „liberal“ schreibt Sascha Tamm unter der Überschrift „Geld und Vertrauen“, konkurrierende Währungen hätten die Wahrscheinlichkeit für Finanzkrisen geringer und „gäbe es sie, wären ihre Auswirkungen geringer, als sie heute sind.“
Der Zukunftsforscher John Naisbitt geht noch weiter – für ihn ist privates Geld die Zukunft, womit „die Mutter aller Monopole“ falle. Dann könnte der Schnorrer an der nächsten Ecke fragen: In der Financial Times Deutschland stellt er die Frage: „Haste mal’n Starbuck?“
Auch Frank Schäffler MdB scheint in diese Richtung zu denken: Da eine Wiedereinführung des Goldstandards mit enormen Problemen verbunden sei, „sollten unsere heutigen Überlegungen auf die Zulassung von konkurrierenden Privatwährungen, die durch Vermögen gedeckt sind, gerichtet werden, wie Friedrich August von Hayek es bereits 1977 in seiner Schrift ‚Entnationalisierung des Geldes’ gefordert hatte.“ Er plädiert für eine „Neue Geldordnung statt verhängnisvoller Zinspolitik“.





