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surF - Liberales im Netz Nr. 69 | 21. April 2010

Die isländische Aschewolke bringt nicht nur Flugpassagieren eine Menge Ärger, sie hat auch eine Diskussion um den Wert und Unwert von Computersimulationen ausgelöst – eine Diskussion, die unter liberalen Bloggern schon länger geführt wird.

Nicht ohne Grund, basiert doch die aktuelle Klimapolitik auf genau solchen Computer-Prognosen, die mehr und mehr in die Kritik geraten sind. Da sind zum einen Wissenschaftler, die weder die Grunddaten ihrer Rechenmodelle öffentlich machen wollen noch ihre Berechnungsmethoden – im Fall des Nasa-Klimaforschers James Hansen geschah dies erst auf öffentlichen Druck, eine Überprüfung zwang ihn dazu, seine Ergebnisse zu relativieren.

Euckenserbe weist in diesem Zusammenhang auf ein grundsätzliches Problem hin: "Das Ergebnis der Simulation entspricht der Erwartung des Forschers, der ihre mathematische Funktion beschreibt. In der Naturwissenschaft und Technik kann man sie durch vergleichende Messungen überprüfen und immer weiter verbessern."

Das gelte aber nicht bei singulären Ereignissen wie dem Waldsterben, BSE, der Schweine- oder Vogelgrippe. "Hier wird das gesunde mathematische Modell durch einen Panikfaktor ersetzt, der entweder der betroffenen Wissenschaftsdisziplin oder aber etwa der Pharmaindustrie einen ordentlichen Batzen Geld in die Kasse spült, der ihnen ohne die 'Analyse' des 'Gefährdungspotentials' entgangen wäre."

Zettel weist im Zusammenhang mit der isländischen Aschewolke darauf hin, dass die jetzige Totalsperrung auf eine Richtlinie der International Civil Aviation Organisation vom September 2009 zurückgeht. Und die sehe keine Tests vor, um den tatsächlichen Grad der Gefahr zu ermitteln. Wenn man sich die Diskussion in dem Forum von Berufspiloten PPRuNe anehe, bekomme man den Eindruck, dass alle Beteiligten im Dunklen tappen. "Jemand meinte dort: 'Merken Sie sich meine Worte: Dies ist ein gewaltiger Overkill. Die Wolke wird bleiben. Nichts wird geschehen. Hunderte Millionen werden verplempert sein.'"

Doch selbst Wissenschaftler, die ihre Theorie im Experiment zu verifizieren versuchen, stoßen auf taube Ohren – jedenfalls dann, wenn ihre Theorie wissenschaftlich unerwünscht ist bei denen, die sie widerlegt, oder politisch bei jenen, zu deren Ideologie sie nicht passt. Das hat der dänische Physiker und Klimaforscher Henrik Svensmark erfahren müssen. Seine Geschichte, die dramatische Züge trägt, zeigt ein ausgesprochen interessanter Dokumentarfilm mit dem Titel "Das Geheimnis der Wolken":









letzte Änderung: 12.08.2010


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