surF - Liberales im Netz Nr. 29 | 03. Juni 2009
Mit modernen Grafikprogrammen ist es kinderleicht, Wahlplakate zu erstellen – oder zu persiflieren. In dieser Beziehung hat die „…würden wählen“-Kampagne der SPD vielen Kreativen eine Steilvorlage geliefert. Niemand wird wohl je herausfinden, was mehr wert ist: Das „Finanzhaie würden FDP wählen“-Motiv oder die ungezählten Gegenmotive (z.B. hier oder hier), die im Internet kursieren.
Da sich inzwischen auch jedermann eine flotte digitale Videokamera leisten kann und Schnittprogramme kostenlos zu haben sind, gibt es auch kaum noch Hürden für politische Statements via YouTube. Am Morgen des 2. Juni etwa traf sich ein Häufchen eingefleischter Liberaler dort, wo Benno Ohnesorg am gleichen Tag des Jahres 1967 vom Stasi-Agenten Kurras erschossen wurde, um eine intensivere Aufklärung der Infiltration des politischen Lebens in Westdeutschland durch die DDR zu fordern.Aus Sorge um die Wahlbeteiligung bei den kommenden Wahlen zum Europäischen Parlament haben sich ein paar Politikstudenten der Uni Bonn in einem Seminar damit beschäftigt, wie man Werbung für die Wahl machen könnte. Herausgekommen ist ein ansprechender Werbespot, der eigenständig angefertigt wurde:
Diese neue Art von Bürgerjournalismus richtet sich so manches Mal gegen die klassischen Medien. Ein Spezialist in diesem Metier ist der „Bildschirmarbeiter“ David Harnasch, der es in der Wahl zum „Autor der Freiheit“ gerade auf Rang 2 geschafft hat.
Ähnliches unternahm 2008 der Student Matthias Dittmeyer im Bezug auf "Killerspiele":
Und wann machen Sie Politik im Internet? Rüstzeug gibt es hier.





