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surF - Liberales im Netz Nr. 26 | 06. Mai 2009

Wie zeigt man politisch weniger Interessierten, dass es in der Politik auch um Inhalte geht? Talkshows dürften da in der Regel kläglich versagen. Dafür hält das Internet so schöne Dinge wie den Wahl-O-Maten vor, mit dem sich in Form eines Quiz’ verorten lässt, wo man politisch steht…

Der Wahl-O-Mat, herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung, funktioniert ganz einfach. Man erhält zu verschiedenen Themenbereichen der Politik Statements verschiedener Couleur, die man ablehnen oder denen man zustimmen kann. Anschließend gibt man noch eine Wertung ab, welche Themenfelder man persönlich für besonders wichtig hält. Dann wertet der Wahl-O-Mat alles aus und analysiert, welcher Partei man am nächsten steht.

Das ist nicht immer lustig, schon mancher Grüne hat dort erfahren, dass er ein programmatischer Liberaler ist – da können Welten zusammenbrechen. Bei der Landtagswahl im Herbst 2008 in Bayern gab’s gleich gar keinen Wahl-O-Maten – die ÖDP hatte ein gerichtliches Verbot durchgesetzt, weil sie nicht zu den sechs vertretenen Parteien gehörte. Daran sieht man: Der Wahl-O-Mat wird ernst genommen.

Die Ausgabe zur Europawahl startet am 11. Mai. Wer ein ähnliches Tool schon heute nutzen möchte, besucht den EU-profiler. Der hat den Charme, dass er auch ausländische Parteien berücksichtig.

Politik und Internet verbindet übrigens auch die Internetrepublik. Hier gibt es unter anderem das legendäre Video zu sehen, in dem sich Politiker als völlige Internetlaien outen, die zuvor schon stundenlang in Talkshows darüber geredet haben, wie man das Netz am besten rechtlich (ver-)regelt.
letzte Änderung: 29.04.2009


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