surF - Liberales im Netz Nr. 24 | 22. April 2009
Warum sind populäre Irrtümer eigentlich so populär? Weil die Welt dann so schön einfach ist, wenn man dem Irrtum verfällt? Vielleicht haben deshalb gerade populäre Irrtümer in Sachen Gentechnik so gute Konjunktur…doch immer, wenn man meint, die Irrtümer hätten sich endgültig festgesetzt, tauchen wackere Streiter wie Maxeiner & Miersch auf und verderben jenen, die sich gerne in Katastrophismus suhlen ihren Spaß, jüngst etwa mit ihren „Zehn populären Irrtümer über die Gentechnik“.
Steffen Hentrich, Mitarbeiter des Liberalen Instituts, erging es neulich ähnlich. Er war schon fast gebucht, um in einer Talkshow zum Thema Windenergie „den bösen Onkel“ zu spielen, bis die Redaktion schließlich kniff. Vielleicht war der „Böse“ ja zu gut (im Sinne von kenntnisreich), doch dank des Internet mogelte er sich an den öffentlich-rechtlichen publizistischen Schleusenwärtern vorbei und verschaffte sich anderweitig Wind…äh…natürlich Luft: Fünf Mythen zur Windernergie.
Platzhirsche im Bereich der populären Irrtümer sind natürlich Walter Krämer und Götz Trenkler. Als ihr “Lexikon der populären Irrtümer” 1996 erstmals erschien, sorgte es für so viel Aufsehen und Gesprächsstoff, dass es schnell zum Bestseller wurde. Sie beschreiben anhand von über 500 Beispielen die Falle, die uns durch andauernde Wiederholung zum alltäglichen Wissen gewordene Irrtümer stellen. Merke: Ob der Mindestlohn eine feine Sache ist, die Reichensteuer oder das Erneuerbare Energien Gesetz findet man nicht heraus, indem man es sich täglich drei Mal sagen lässt, sondern nur durch die Beschäftigung mit dem Thema. Herzlich willkommen in der Bildungsnation.





