Navigation

Zur Startseite

Inhalt

surF - Liberales im Netz Nr. 190 | 03. Oktober 2012

Ulrich Machold hofft, dass Internet und Smartphones der arabisch-muslimischen Welt zu mehr Freiheit und Offenheit verhelfen: "In Ägypten besitzen aktuell 26 Prozent aller Bürger ein Smartphone - fast genau so viele wie in Deutschland. In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind es 61 Prozent. Und was man in der Vergangenheit noch deckeln konnte, geschieht nun schleichend aber mit Macht: Die Autoritäten verlieren die Kontrolle über den Diskurs ihrer Untertanen."

Karl-Heinz Paqué erläutert, weswegen der Wohlstand nicht nur am Bruttoinlandsprodukt festgemacht werden sollte: "Zahlen. Harte Fakten. Daran misst sich bislang der Wohlstand einer Nation. Zusammengefasst wird es meist in einer Kennziffer – im Bruttoinlandsprodukt, kurz BIP. Es misst die Wirtschaftskraft eines Staates. Das heißt, alle in einer Periode hergestellten Güter und Dienstleistungen fließen ins BIP ein. Das heißt aber auch, es werden nur die Güter und Dienstleistungen bewertet, die tatsächlich am Markt gehandelt werden. Alles, was darüber hinausgeht – wie ein Ehrenamt oder Hausarbeit – bleibt außen vor. Naturkatastrophen können genau wie menschengemachte Katastrophen hingegen für wirtschaftliche Aktivität sorgen und treiben das BIP in die Höhe und werden in nackten Zahlen sogar positiv wahrgenommen."

Gérard Bökenkamp argumentiert, weswegen die Teilnahme an Wahlen über das Internet mit den Vorgaben einer gleichen, geheimen und freien Wahl kaum zu vereinbaren ist: "Eine weitere Ausnahmeregelung betrifft Wähler, die nicht lesen oder aus physischen Gründen den Stimmzettel ausfülle können. Sie können sich von einer anderen Person helfen lassen, wodurch Abstriche vom Wahlgeheimnis notwendig sind. Dass der Wähler den Wahlakt geschützt vor den Blicken Dritter vollziehen kann, muss jedoch den Vorgaben des Wahlrechts entsprechend die Regel bleiben. Daraus folgt, dass auch der Wahlabstimmung über das Internet durch das Wahlrecht prinzipielle Grenzen gesetzt sind."
letzte Änderung: 02.10.2012


Schaufenster Stiftung

Blog des Liberalen Instituts
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit