surF - Liberales im Netz Nr. 19 | 18. März 2009
„Reden wir darüber“ – dieses demokratische Grundprinzip ist manchmal recht schwer umzusetzen. Mal schafft es eine Mehrheit, eine Minderheit zum Verstummen zu bringen, manchmal sorgen Prinzipien wie „Political Correctness“ für ein Ende der Debatte. Aber nicht im Internet...Für nicht allzu großes Aufsehen hat bislang die Durban Review Conference gesorgt, die im April in Genf internationale Politik gegen Rassismus fortschreiben soll. Vielleicht liegt es daran, dass keiner was gegen jemanden haben will, der etwas gegen Rassismus hat. Vielleicht auch an den möglicherweise überzogenen Hoffnungen, die sich nach dem Ende des Kalten Krieges auf die Vereinten Nationen richteten. Da hatte wohl noch niemand auf der Rechnung, Staaten wie Lybien, Iran oder Kuba könnten je an der Spitze der UN-Menschenrechtler marschieren. Zettel nennt die Konferenz Eine skandalöse Veranstaltung der UNO und hat einiges dazu zusammengetragen.
Vor allem so genannte „bildungsferne Schichten“ kann man vielleicht doch erreichen, wenn man die Form variiert und statt eines Leitartikels zum Beispiel mit einer Modernen Version einer klassischen Fabel daherkommt. Kennen Sie die Fabel von der Ameise und der Grille? Bei Pension Sonnenallee gibt’s die jetzt in einer angepassten Version. Im Mittelpunkt: Der moderne Wohlfahrtsstaat.
Ja, es gibt so manch unangenehme Themen in der Politik, Themen, über die nicht oder nicht gerne diskutiert wird. Neben jenen, die auf der Durban-Folgekonferenz diskutiert wird und der Ausnutzung des Wohlfahrtsstaates gehört auch der Klimawandel dazu. Eine kontroverse Debatte gibt es fast nur unter Wissenschaftlern, sie dringt kaum an die (deutsche) Öffentlichkeit. Kein geringerer als Nicholas Stern, Autor des Stern-Reports über die angeblich zu erwartenden wirtschaftlichen Schäden der Klimaerwärmung, hat die Skeptiker jüngst mit „flat-earther“ verglichen, Menschen, die glauben, die Erde sei eine Scheibe. Ende der Debatte. Ängstliche verweigern die Kommunikation heißt der Beitrag von Robert Grözinger zu diesem Thema.





