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surF - Liberales im Netz Nr. 159 | 29. Februar 2012

Die heutige Ausgabe von surF präsentiert drei ganz unterschiedliche Beiträge: Über die Möglichkeit, den Umgang mit der Wünschelrute an der Hochschule zu lernen, die Unstatistik des Monats und zu angeblichen Qualitätsminderungen durch "Genpollen" im Honig.

SPIEGEL-online hat in dieser Woche unter der Überschrift "Esoterik an der Fachhochschule - Wünschel Dir was" etwas aufgegriffen, das Dirk Maxeiner bereits im vergangenen Dezember auf der Achse des Guten an die Öffentlichkeit gebracht hat: Angehende Landschaftsarchitekten lernen an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf den Umgang mit der Wünschelrute und Raumplanung nach fernöstlicher Qi-Energie. Die Begründung dafür ist für einen Liberalen frappierend: "Wenn solche alternativen Methoden angefragt werden, haben die Teilnehmer des Wahlfachs nun auch die Möglichkeit, sie zu bedienen. Natürlich ist es jedem frei gestellt, ob er das auch möchte." Maxeiner empfiehlt bezüglich des Lehrplans: "Der Tätigkeitsschwerpunkt 'Spuk - und Poltergeistbekämpfung' sollte auch dringend aufgenommen werden."

Der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Bochumer Ökonom Thomas Bauer und der Dortmunder Statistiker Walter Krämer haben im Jahr 2012 die Aktion Unstatistik des Monats ins Leben gerufen. Sie werden jeden Monat sowohl jüngst publizierten Zahlen als auch deren Interpretationen hinterfragen. Die Aktion will so dazu beitragen, mit Daten und Fakten vernünftig umzugehen, in Zahlen gefasste Abbilder der Wirklichkeit korrekt zu interpretieren und eine immer komplexere Welt und Umwelt sinnvoller zu beschreiben. Zwei Fälle wurden bereits veröffentlicht. In diesem Zusammenhang auch interessant: Der Vortrag von Walter Krämer beim Freiheitskongress 2011 der Stiftung zum Thema "Zwischen Populismus und Aufklärung":





Die Bienenhaltung ist in den letzten Jahren immer wieder in die Schlagzeilen geraten, unter anderem durch die Klage eines Hobbyimkers, die bis vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) getragen wurde. Er hatte in seinem Honig Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen nachweisen können, nachdem er seine Stöcke in unmittelbarer Nähe von Feldversuchen mit diesen Pflanzen aufgestellt hatte. Gentechnikgegner aus Naturschutzorganisationen und selbst Imkerverbänden hatten den Kläger unterstützt. "Letztere könnten ihren Mitgliedern einen Bärendienst erwiesen haben. Das zeigt ein Blick auf die Bienenhaltung in Deutschland, ihre wirtschaftliche Bedeutung und mögliche Folgen aus diesem Urteil", meint Eberhard Höfer, Diplomchemiker und Hobbyimker, in seinem Beitrag Imkerei: Stirbt die Biene, stirbt der Mensch? bei Novo Argumente.
letzte Änderung: 28.02.2012


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