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surF - Liberales im Netz Nr. 158 | 22. Februar 2012

Bei den liberalen Blogs herrscht angesichts der Nominierung von Joachim Gauck für das Amt des Bundespräsidenten große Freude. Vielfach wird darauf hingewiesen, dass die Sympathie für Gauck bei Liberalen keineswegs eine neue Erscheinung ist.

 

"Schon bei der letzten Bundesversammlung", so Rayson, "hatten diverse Delegierte der FDP angekündigt, nicht entlang der vorgegebenen Linie abstimmen zu wollen, sondern den Mann mit den prononciert liberalen Ansichten wählen zu wollen, also die Überzeugung über die Parteilinie und die Koalitionstreue zu stellen. Die Begeisterung für Wulff, der ganz eindeutig Merkels Wahl war, hielt sich bei der FDP schon damals in sehr, sehr engen Grenzen."

 

Die Freunde der offenen Gesellschaft sprechen gar von einem FDP-Revival. eigentümlich frei  findet, "das alleine wird die FDP nun nicht wieder stark machen. Aber es gibt Selbstvertrauen und macht Lust auf mehr." Bei der Achse des Guten schreibt Vera Lengsfeld, "die Bürger ließen sich nicht beirren und machten in jeder Unfrage klar, dass Joachim Gauck ihr Favorit ist. Als erste hat die FDP das mit der Hellsichtigkeit der Ertrinkenden realisiert und sich hinter Joachim Gauck gestellt."

 

Besonders intensiv hat sich Zettels Raum mit der Kandidatenkür befasst. Er beleuchtet die Ereignisse unter unterschiedlichen Aspekten und stellt zum Beispiel die Frage: Huber und Gauck, Käßmann und Göring-Eckardt als Kandidaten für die Nachfolge Wulffs - eine Renaissance des deutschen Protestantismus? Weitere Beiträge sind Gauck und Merkel - ein Traumpaar? Präsident und Kanzler in der Geschichte der Bundesrepublik und Joachim Gaucks Nominierung: Sieg für die Freiheit, Erfolg der FDP. Eine List der Vernunft betitelt. Schon vor der Entscheidung am vergangenen Wochenende hatte Zettel die Gefechtslage treffend analysiert.

 

Und dann sind da noch die Vorwürfe gegen Gauck, die von links- und rechtsaußen vorgetragen werden. "Er gilt im Internet plötzlich als Antidemokrat, Sarrazin-Freund, Occupy-Gegner und Befürworter der Vorratsdatenspeicherung", heißt es dazu im Cicero. Die Mär vom bösen Gauck sei ein Paradebeispiel dafür, wie aus journalistischer Verkürzung und der rasenden Schnelligkeit des Netzes eine Welle werde. Intensiv hat sich damit auch Anatol Stefanowitsch in Der “böse Gauck” und das Netz auseinandergesetzt, außerdem Kathrin Haimerl in der Süddeutschen Zeitung.

letzte Änderung: 22.02.2012


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