Navigation

Zur Startseite

Inhalt

surF - Liberales im Netz Nr. 152 | 11. Januar 2012

Der Diplom-Volkswirt und Publizist Roland Baader ist gestorben. Einige liberale Blogs würdigen Baader, Autor mehrerer Bücher und zahlreicher Fachartikel zum Klassischen Liberalismus. Er war Student bei Friedrich August von Hayek, Mitglied der Mont Pelerin Society und "einer der streitbarsten Autoren, die es im recht überschaubaren radikalliberalen Lager in Deutschland gibt" (FAZ). Als roter Faden, so schrieb Philip Plickert dort einmal, "zieht sich die Klage über den eingefleischten Etatismus der Deutschen durch Baaders Schriften. Sie lieben es einfach, sich vom Staat entmündigen zu lassen."

 

"Wir haben ihn gerne gelesen und viele Anregungen durch ihn bekommen. Der Wirtschafts-Wissenschaftler und Publizist Roland Baader gehörte zu den ganz klugen liberalen Köpfen in diesem Land", schreiben Dirk Maxeiner und Michael Miersch. Baader sei gegenüber der talkenden Klasse immer reserviert gewesen und habe ihr den Spiegel vorgehalten: „Der gefährliche Wandel von der Rechtsgemeinschaft zur ‚Wertegemeinschaft‘ ist ein Traum der Intellektuellen, weil sie hier das Interpretationsmonopol bezüglich Begriffen für sich beanspruchen können. Im Namen der Rechtsgemeinschaft kann man keine Priesterherrschaft errichten, im Namen einer ‚Wertegemeinschaft‘ sehr wohl.“

 

Rayson von B.L.O.G. bekennt, er wisse keinen vergleichbaren deutschen Autor, "der den Lesern in seinen Büchern die Konsequenzen freiheitlichen Denkens und die praktischen Erkenntnisse der sogenannten "Österreichischen Schule" der Wirtschaftswissenschaften so vermitteln konnte wie er."

 

Laut André F. Lichtschlag hat Roland Baader zehntausenden Menschen die Augen geöffnet, "hat lange und unermüdlich vor der Wirtschafts- und Finanzkrise gewarnt, die gerade erst richtig begonnen hat. Sein Vermächtnis lautet ungeschönt: 'Was wir in den letzten Jahrzehnten im Kreditrausch vorausgefressen haben, werden wir in den nächsten Jahrzehnten nachhungern müssen. Es wird furchtbar werden.'“

 

Roland Baaders Traum: Zum Abschied (Entnommen dem Buch von Roland Baader „Kreide für den Wolf“, 1992)

Übersicht über Publikationen Baaders bei eigentümlich frei

Roland Baader bei Wikipedia

letzte Änderung: 10.01.2012


@presse_freiheit

Blog des Liberalen Instituts

02.09.2014: Wachsende Lasten durch Alterung in der EU mehr...

02.09.2014: Warum fett? mehr...

01.09.2014: TÜRKEI BULLETIN 16/14, 15.-31. August mehr...

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Schaufenster Stiftung