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surF - Liberales im Netz Nr. 07 | 10. Dezember 2008

Vor 210 Jahren kam der britische Ökonom Thomas Malthus zum Ergebnis, „dass die Nahrungsmittelproduktion mit der Bevölkerungsexplosion nicht werde Schritt halten können“, erinnert uns Malte Lehming im Tagesspiegel und irgendwie kommt das jedem bekannt vor, der sich an die Weissagungen des Club of Rome von 1972 (“Die Grenzen des Wachstums“) erinnert, nach denen Gold 1979, Silber und Quecksilber 1983, Öl 1990, Zink 1988 und Zinn 1985 wie auch Erdgas bereits 1992 hätten verbraucht sein sollen. Lehmings Aufzählung diverser Apokalypsen wirkt da irgendwie beruhigend, wonach man ja dürstet zur Weihnachtszeit, denn am Ende waren die Apokalypsen dann eben doch nur Krisen – und aus denen kann man ja bekanntlich gestärkt hervorgehen kann.

Vielleicht ist es doch so, wie vor fast vier Jahren Klaus Harpprecht im Cicero schrieb: „Unsere Gesellschaft zeigt neurotische Züge, weil sie verlernt hat, mit Risiken vernünftig umzugehen. Aber auch, weil die Politik sich immer öfter der Ängste der Menschen schamlos bedient“. Fest steht: Gegen apokalyptische Visionen hilft vor allem Bildung – sie macht es Simplificateuren schwer.

Manchmal kommt der apokalyptische Geist auch unvermittelt zu dem zurückgeritten, der ihn beschworen: Wolfgang Gillmann und Martin Murphy beschreiben im Handelsblatt, wie Solar- und Windenergieunternehmen, unzweifelhaft bislang Profiteure der Angst vorm Klimawandel und nicht zuletzt einiger daraus resultierender Subventionen, mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Da sind sie schon wieder, die „Grenzen des Wachstums“.
letzte Änderung: 05.12.2008


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