Zum 80. Geburtstag von Otto Graf Lambsdorff

Otto Graf Lambsdorff Otto Graf Lambsdorff ist – schon immer – ein Mann der klaren und deutlichen Worte gewesen; sowohl bei Fragen des innerdeutschen Reformbedarfs als auch bei Fragen zu Menschenrechten weltweit. Jede Aufgabe, die Otto Graf Lambsdorff in den unterschiedlichsten Positionen wahrgenommen hat, löste er mit scharfer Intelligenz, rhetorischem Talent und analytischem Verstand. Dem Vorstand der Friedrich-Naumann-Stiftung stand er elf Jahre vor, bis zum April dieses Jahres. Und es sind genau die beschriebenen Eigenschaften ihres langjährigen Vorstandsvorsitzenden, die diese Zeit zu einer erfolgreichen Zeit für die Stiftung gemacht haben.
Als Bundeswirtschaftsminister war es Otto Graf Lambsdorff gelungen, das Format von Ludwig Erhard und Karl Schiller zu erreichen, an der Spitze der Friedrich-Naumann-Stiftung knüpfte er an die Tätigkeit großer Liberaler wie Lord Ralf Dahrendorf und Wolfgang Mischnick an.
Rhetorisches Talent und analytischer Verstand – beides wird in der Politik von heute vielfach vermisst. Dabei ist der Bedarf für beides größer denn je. Um so erfreulicher ist es, dass Otto Graf Lambsdorff weiter mitmischt in der politischen Debatte. Weil es ihm ungebrochen mit Leichtigkeit gelingt, ein liberales Schwergewicht zu sein.
Sein konsequenter Einsatz für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte trug genauso zum Ruf der Stiftung bei, wie sein Einsatz für Marktwirtschaft, Föderalismus, grundlegende Reformen des deutschen Steuer- und Sozialsystems, für flexible Arbeitsmärkte und weltweiten Freihandel.
Seine dezidiert liberale Grundhaltung hat es Otto Graf Lambsdorff schon immer ermöglicht, zu allen politischen Fragen einen fundierten Standpunkt zu finden, nicht nur zu Fragen der Wirtschaftspolitik, worauf man ihn in der Öffentlichkeit gerne zu Unrecht beschränkt – mit der Verhandlungsführung über die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern, mit seinem Einsatz für Tibet und seiner Kritik an der Erosion der Demokratie in Russland zeigte und zeigt Otto Graf Lambsdorff, dass er ein großer Liberaler ist – ein großer Liberaler, der weiterhin gebraucht wird.
Am 29. Januar werden FDP, FDP-Bundestagsfraktion und Friedrich-Naumann-Stiftung den vitalen 80-Jährigen in Berlin ehren.





